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Besinnlicher Nachmittag im Marienpfarrheim

Heiligabend nicht alleine verbringen

Warendorf

Niemand sollte Heiligabend alleine verbringen müssen. Darum veranstaltet der Caritas-Ausschuss einen besinnlichen Nachmittag im Marienpfarrheim. Hier ist jeder willkommen, der den Tag mit netten Menschen verbringen möchte.

Von Ulrich Lieber

Heiligabend im Marienpfarrheim Si e organisieren an Heiligabend einen besinnlichen Nachmittag im Marienpfarrheim (v.l.): Ulrich Hagemann , Doris Herbermann, Thomas Rudolph und Ute Diekhans. Foto:  Ulrich Lieber

„Heiligabend schon was vor?“ Die Frage ist bewusst ganz locker formuliert, denn sie soll die Hemmschwelle möglichst niedrig halten. „Es gibt Menschen, die keine Familie haben und die vielleicht an Heiligabend alleine sind. Aber wer will das schon zugeben?“, fragt Pastoralreferent Ulrich Hagemann. Diese Menschen sind eingeladen, im Marienpfarrheim von 15 bis 18 Uhr einen besinnlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen zu genießen und dabei Lieder zu singen, zu klönen und Kontakte zu knüpfen. „Ich wäre selbst Heiligabend alleine, darum freue ich mich auf den Nachmittag“, versichert Hagemann.

Gründe für das Alleinsein gibt es viele, manche gehen ohne Partner durchs Leben, andere sind geschieden oder verwitwet, haben keine Kinder oder die Kinder sind weggezogen. Aber diese Gründe sollten nicht dazu führen, Heiligabend einsam und alleine zu verbringen. „Wir machen die Türen auf, und bieten anschließend die Möglichkeit zum Besuch des Weihnachtsgottesdienstes in der Marienkirche. Dazu werden wir Plätze reservieren, sodass die Teilnehmer auf jeden Fall den Gottesdienst miterleben können“, verspricht der Pastoralreferent. Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, der kann auf den Fahrdienst zurückgreifen und sich abholen und wieder nach Hause bringen lassen. 

Für die weihnachtliche Dekoration im Pfarrheim sorgt Mitorganisatorin Doris Herbermann, die den Saal in die richtige Stimmung versetzen wird. „Das wird eine gesellige Runde, die hier Heiligabend zusammen verbringen wird. Ich bin selbst nicht da, aber bereite alles vor.“ Für den liturgischen Teil ist Diakon Thomas Rudolph eingeladen, der aus dem Weihnachtsevangelium lesen und einige Gedanken vortragen wird. Für den musikalischen Rahmen sorgt Karl Hagemann am Klavier, der Vater von Ulrich Hagemann, der zudem ehemaliger Fernsehmoderator der Lokalzeit Münsterland ist. „Es sind verschiedene Puzzleteile, die ein großes Ganzes ergeben“, freut sich Hagemann. Die Organisation liegt in den Händen des Caritas-Ausschusses.

Ganz wichtig ist den Organisatoren, dass das Angebot publik wird und Alleinstehende erreicht. Das geht am besten über die gute alte Mund-zu-Mund-Propaganda. „Jeder sollte in seinem Umfeld überlegen, ob er jemanden kennt, für den das etwas sein könnte. Sprecht die Leute an und nehmt sie bei der Hand, damit sie sich anmelden“, appelliert der Diakon an die Warendorfer. Dieser Nachmittag findet zum fünften Mal statt, und alle bisherigen Teilnehmer seien sehr zufrieden gewesen. Wer niemanden persönlich ansprechen möchte, der kann sich auch einen Flyer im Pfarrbüro abholen und diesen diskret in den Briefkasten der betreffenden Person werfen.

„Einige Warendorfer Bäckereien unterstützen uns und spenden Kuchen“, freut sich Ulrich Hagemann über Sponsoren. Die Caritas habe ein Herz für andere Menschen, und das sei etwas sehr Weihnachtliches. Anmeldungen zum Heiligabend sind erwünscht unter der Telefonnummer 02581/989170.

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