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Anschwimmen im Freibad

Heiß aufs kühle Nass

Warendorf

„Für mich ist es persönlich ein besonderer Termin“, bekannte Urs Reitis, noch Geschäftsführer der Warendorfer Stadtwerke beim traditionellen Anschwimmen am Samstagmorgen im Freibad. Seine berufliche Zukunft liegt in Bonn (die WN berichteten). Reitis verwies auf bauliche Maßnahmen im Ausgang, die nun auch das Passieren mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen erleichtern sollen sowie eine neue Outdoor-Umkleide.

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Roland Gierhake, Vorsitzender des Fördervereins Bürgerbad, erklärte die neue Matschanlage Foto: Foto: Christopher Irmler

Acht Uhr am Samstagmorgen: strahlender Sonnenschein, 13 Grad Außentemperatur und 22 Grad Wassertemperatur. Startschuss für die neue Freibadsaison. Und viele Badegäste warteten bereits geduldig am Eingang, um ab acht Uhr wieder ins kühle Nass springen zu dürfen. „Nach zwei Jahren Pandemie sind die Leute sehr darauf bedacht, regelmäßig Sport treiben zu dürfen“, so die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser. „Ich freue mich sehr, dass es losgeht.“ Dies gelte besonders für die Kinder. Entsprechend hoffe sie auf einen störungsfreien Saisonverlauf.

„Für mich ist es persönlich ein besonderer Termin“, bekannte Urs Reitis, noch Geschäftsführer der Stadtwerke. Seine berufliche Zukunft liegt in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn (die WN berichteten). Er verwies auf bauliche Maßnahmen im Ausgangsbereich, die nun auch das Passieren mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen erleichtern sollen sowie eine neue Outdoor-Umkleide. Die Beckenbeheizung auf 22 Grad Celsius erfolge gänzlich ohne den fossil betriebenen Heizkessel; stattdessen komme Solarenergie zum Einsatz.

Roland Gierhake, Vorsitzender des Fördervereins Bürgerbad, erinnerte an zwei Großspenden über insgesamt 30 000 Euro. Allein der Spielplatz sei für 20 000 Euro erneuert und deutlich aufgewertet worden. Besonders der neue Sand und die aus splitterfreiem Holz errichtete Matschanlage – inklusive Grundwasserpumpe – dürften die kleinsten Badbesucher in ihren Bann ziehen. Auch für Jugendliche ist das Bad attraktiver geworden. Und so wurde kurzerhand eine Slackline installiert. Aber die Arbeiten seien noch längst nicht am Ende, so Gierhake. „Wenn Ideen kommen, nehmen wir sie sehr gerne auf.“

In diesem Zusammenhang dankte Reitis der Sparkasse Münsterland Ost und dem Förderverein für die große Unterstützung. Langfristige Planungssicherheit bestehe auch in Sachen Gastronomie. So wurde erst jüngst der Pachtvertrag mit Kioskbetreiber Zoran Marjanovic um zehn Jahre verlängert. Dieser präsentierte im Rahmen des Anschwimmens sein neuestes Angebot: frische Crêpes, die innerhalb von einer Minute servierbereit sein werden. Für kulinarische Feinheiten hatten andere Gäste derweil kaum Zeit: Sie schwammen glücklich ihre ersten Bahnen der neuen Saison. Voraussichtlich bis in den September wird das Bad am Breulweg seine Tore geöffnet haben.

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