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Kesseltausch in der Gesamtschule

Heizungen künftig mit zwei Energieformen?

Warendorf

Wenn alte Heizungen etwa in Schulen ausfallen, soll eine Mischung zweier Energieträger her.

Von Jörg Pastoor

Beschickung einer Pelletheizung. Foto: dpa

Wie wenn nicht wie bisher mit Gas sollen öffentliche Gebäude beheizt werden? Um fundierte Antworten darauf zu bekommen, hat die Stadtverwaltung ein Ingenieurbüro rechnen lassen. Anlass? Der laut Sachgebietsleiter Christoph Schmitz im Stadtentwicklungsausschuss „abgängige“ Heizkessel in der Gesamtschule an der Kapellenstraße.

Es wird, dafür plädierte Schmitz und erhielt auch den Segen des Gremiums, eine Mischvariante aus Pelletheizung und Wärmepumpe. In die Richtung könne es künftig grundsätzlich gehen; als nächstes sei das Gymnasium Laurentianum dran.

Die Gesamtschule besteht aus älteren und neueren Gebäuden. Also habe das Fachbüro sieben Varianten, teils mit Kombinationen verschiedener Systeme, einander gegenübergestellt, um zu einer Empfehlung zu kommen: ein Gas-Brennwertkessel, die Kombination Wärmepumpe/Eisspeicher, Wärmepumpe und Geothermie, Pelletkessel, Wärmepumpe und Pelletkessel, Wärmepumpe plus Gas-Brennwertkessel sowie eine Hochtemperatur-Wärmepumpe Luft/Wasser.

Sachgebietsleiter Christoph Schmitz

Die Variante Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Pelletkessel zur Spitzenlast-Abdeckung sei aus seiner Sicht die sinnvollste, erklärte Christoph Schmitz, wenn man Aufwand, CO²-Ersparnis und Betriebskosten vergleiche.

Das sei sicher eine gute Lösung, befand Prof. Dr.-Ing. Anja Rosen, bündnisgrünes Mitglied im Ausschuss. Aber warum die Bilanz jeweils nur über zehn Jahre gerechnet worden sei? Aus der eigenen Berufserfahrung wisse sie, dass Geothermie (Erdwärme, Anm. d. Red.) bei einer Betrachtung über 20 Jahre meist unschlagbar sei? Da stimmte Schmitz ihr zu, verwies aber auf die Kosten. „Geothermie ist extrem teuer.“ Gerade die Bohrungen – davon hätte man an die 30 benötigt – trieben die Ausgaben in die Höhe. Außerdem biete die jetzige Lösung zwei Energieträger. Da könne man den Anteil von Pellets und Wärmepumpen abhängig vom Preis unterschiedlich regeln. Hackschnitzel wie von Paul Schwienhorst (CDU) gefragt machten hingegen viel Arbeit.

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