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Nachbargemeinschaften ersetzen Nikolaus-Besuch

Helfer bringen Geschenktüten heimlich vor die Türen

Freckenhorst

Der Nikolaus konnte wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht in Freckenhorst in die Häuser kommen. Doch leer ausgehen mussten die Kinder nicht: Die Nachbargemeinschaften sorgten für Ersatz und süße Tüten.

-en-

Im „Rundlauf-Verfahren“ packten die Mitglieder der Nachbargemeinschaften die einheitlichen Geschenktüten. Foto: Andreas Engbert

Wenn am Vorabend des Nikolausfestes jemand durch die Dunkelheit von Haus zu Haus schleicht, kann das eigentlich nur der heilige Nikolaus persönlich sein. Oder eben seine fleißigen Helfer, wie am Sonntag in Freckenhorst.

Der persönliche Besuch von Nikolaus und seinem Helfer Ruprecht bei jedem Freckenhorster Kind fiel bekanntermaßen bereits im zweiten Jahr aus. Doch vergessen hat der heilige Mann natürlich keins der Kinder. Die Freckenhorster Nachbargemeinschaften, die sonst die Nikolause des Nikolaus-Collegiums bei den Besuchen in den Familien unterstützen, sprangen ein und verteilten prall gefüllte Geschenktüten in der Stiftsstadt. Im Schutz der Dunkelheit stellten sie diese, wie bereits im Vorjahr, kontaktlos und heimlich vor die Türen.

Packen im Rundlauf-Verfahren

Gepackt wurden die Tüten am Freitag unter Corona-Bedingungen in einer gemeinsamen Aktion. „Der Rundlauf hat sich letztes Jahr bewährt“, erläutert Nikolaus-Dekan Uli Pöhler, der selbst auch beim Tütenpacken half, das Vorgehen.

Auf einem großen Tisch in einer Halle der Freckenhorster Werkstätten standen am Freitag alle Dinge, die in eine Nikolaustüte gehören. Die Helfer gingen hintereinander um diesen Tisch und füllten die Tüten. So wurde jede nur von einer Person in die Hand genommen und alle waren exakt gleich gepackt.

Zentraler Bestandteil der Tüten ist seit Jahren ein Schokoladennikolaus. Ein „echter“ natürlich, mit Mitra und Bischofsstab: „Weihnachtsmänner kommen uns nicht in die Tüte“, konstatierte Helferin Petra Budde-Adick lachend, während sie besagte Tüte mit einem roten Band verschloss.

Lieferschwierigkeiten bei Lebkuchen

Die Vorbereitungen für die insgesamt 700 Tüten führten bei Organisatorin Dorothee Vilwock zwar nicht zu Sorgenfalten, machten ihr aber doch mehr Arbeit als sonst: „Die Lebkuchen hatten Lieferschwierigkeiten“, berichtet sie, dass sie in regem Austausch mit dem Lieferanten der Mini-Lebkuchen stand, der coronabedingte Produktionsengpässe zu verzeichnen hatte. Letztlich lieferte er die Ware aber doch noch pünktlich in die Stiftsstadt. Einfacher war dies bei den Mandarinen, die – wie seit etlichen Jahren – vom Biohof Schulze Schleppinghoff gespendet worden waren.

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