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„Tag der Demokratie“ am Laurentianum

Herzensprojekt der Schüler

Warendorf

Den „Schicksalstag der Deutschen“ hatte das Gymnasium Laurentianum nicht zufällig für den „Tag der Demokratie“ gewählt. Die gesamte Schulgemeinde beschäftigte sich am 9. November mit Solidarität, Erinnerungskultur und politischer Bildung.

Die Schülerschaft Foto: Laurentianum

Kein gewöhnlicher Unterricht, sondern der „Tag der Demokratie“ stand jetzt für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Laurentianum auf dem Stundenplan. Organisiert wurde dieser von der Schülervertretung (SV) in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe aus Lehrkräften.

Die Idee entstand durch eine von der SV im letzten Schuljahr durchgeführte Umfrage, bei der sich die Schülerschaft mehr stufenübergreifende Aktionen wünschte. Diesen Wunsch wollte die SV erfüllen und gleichzeitig das politische Bewusstsein der Schulgemeinde stärken, weshalb der Projekttag auf den 9. November fiel. Das Organisationsteam wählte den „Schicksalstag der Deutschen“, an dem viele Ereignisse mit großem Einfluss auf die Demokratie in der Geschichte stattfanden, um das Demokratieverständnis der Schülerschaft zu verbessern und darauf aufmerksam zu machen, dass die Demokratie geschätzt und gesichert werden sollte.

Und so standen am Mittwochmorgen um 8 Uhr die gesamte Schülerschaft und alle Lehrkräfte in der Aula des Gymnasiums und hörten dem Chor und der Schul-Big-Band zu, die den Tag mit dem Lied „We Shall Overcome“ der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung eröffneten.

Planspiele, Debatten und Zeitzeugengespräch

In den Themenbereichen Solidarität, Erinnerungskultur und politische Bildung fanden verschiedene Projekte, wie zum Beispiel Planspiele, simulierte Bundestagsdebatten oder Gespräche mit Ehrenamtlichen und auch einem Zeitzeugen der DDR, statt. Auch Ausflüge, wie zum Beispiel die Erkundung der Stolpersteine in Warendorf, um mehr über die Geschichte der jüdischen Warendorferinnen und Warendorfer zu erfahren, und ein Besuch das Kreisarchivs standen an. Viele Projekte wurden von Lehrkräften des Laurentianums vorbereitet und durchgeführt, andere durch externe Referenten aus ganz Deutschland begleitet.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Bürgermeisters Peter Horstmann. Die Schüler zeigten großes Interesse und nutzten die Möglichkeit, Fragen an den Bürgermeister zu stellen. So wurde zum Beispiel gefragt, wie sich Schüler in die Kommunalpolitik einbringen können und wie der Bürgermeister zum Tempolimit oder zum Wahlrecht ab 16 Jahren steht. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Foto auf dem Schulhof und dem Lied „We Shall Overcome“, das die gesamte Schulgemeinschaft noch einmal zusammen sang.

Viel positives Feedback

Der Tag war den beiden Schülersprechern Clara Twehues und Michel Haffner sowie der gesamten SV ein Herzensprojekt, in das viel Zeit und Arbeit investiert wurde. Dieser Aufwand hat sich allerdings laut Pressemitteilung der Schule gelohnt, fiel das Feedback von Seiten der Referenten und Lehrkräfte doch sehr positiv aus. Auch die Schüler haben die Themen mit Enthusiasmus bearbeitet und zeigten bei Planung, Organisation und Durchführung viel Eigeninitiative.

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