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Symbolischer Spatenstich für das Haus der Vereine

„Hier wird das Leben pulsieren“

Freckenhorst

Die Vorfreude bei den Freckenhorster Vereinen ist groß, denn sie warten schon lange auf neue Räumlichkeiten. Am Samstag erfolgte nun der symbolische Spatenstich für das „Haus der Vereine“ auf dem Stiftsmarkt.

Von Engbertund

Trafen sich am Samstag zum symbolischen Spatenstich (v.l.): Henning Rehbaum (MdB), Annette Watermann-Krass (MdL), Daniel Hagemeier (MdL), Architekt Heribert Sickmann, Bürgermeister Peter Horstmann und Vereinsvorsitzender Heinz-Peter-Zwicker Foto: Andreas Engbert

Aufbruchstimmung am Samstag vorm Freckenhorster Jugendheim: Begleitet von einem Ständchen der drei Freckenhorster Musikzüge gaben die Verantwortlichen offiziell das Startsignal zum Umbau des ehemaligen Pfarrheims zum „Haus der Vereine“ – mit einem Spatenstich, der in Anbetracht der anstehenden Umbaumaßnahmen einen äußerst symbolischen Charakter hatte.

Als Vorsitzender des Trägervereins „Haus der Vereine an der Stiftskirche“ fasste Heinz-Peter Zwicker die bisherigen Entwicklungen zusammen. Nach einem Ratsbeschluss im Dezember 2018 habe sich im Januar 2019 der Trägerverein gegründet: „Seitdem scharren wir mit den Hufen“, zeigte er sich froh, dass die Stadt das Gebäude im vergangenen Jahr erworben habe der Umbau nun endlich los geht. Der Verein habe in der Zwischenzeit eine konkrete Nutzungsvereinbarung mit der Stadt getroffen, der nur noch die Unterschriften fehlen.

Bürgermeister Peter Horstmann

Schuldzuweisungen ob des zeitlichen Ablaufs könne der Verein nicht formulieren, zeichnete Zwicker ein gutes Bild der Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit Verein und Architekt. „Wir haben aber auch erleben dürfen, was für Rahmenbedingungen es gilt, einzuhalten“, berichtete er von Schall- und Denkmalschutzauflagen, die beim anstehenden Umbau zu bedenken gewesen seien. Philosophie des Hauses sei es nicht nur, für Vereine aus dem gesamten Stadtgebiet Raum zu bieten, sondern die Nutzung so zu ermöglichen, dass parallel zu Proben der Musikvereine im Obergeschoss im Kaminraum Chöre proben können.

Damit die Umbaumaßnahmen, die in dieser Woche mit dem Leerräumen der Räumlichkeiten konkret starten, auch wirklich durchgeführt werden, überbrachte Bürgermeister Peter Horstmann persönlich das offizielle Baustellenschild. „Der Stiftshof 3 wird dann wieder zentraler Treffpunkt des Freckenhorster Vereinslebens und ein Ort des Miteinanders sein“, freute sich Horstmann schon auf die Eröffnung, die für August 2022 angesetzt ist: „Hier wird das Leben pulsieren und die Vielfalt Freckenhorsts nicht nur sichtbar und hörbar sein – sondern vor allem erlebbar.“ Rund eineinhalb Millionen Euro koste der Umbau, der zu 75 Prozent vom Bund und zu 15 Prozent vom Land gefördert werde. Die restlichen zehn Prozent müsse die Stadt Warendorf aufbringen. Aus diesem Grund nahmen auch heimische Abgeordnete aus Bundes- und Landtag am Spatenstich teil.

Die geplanten Rundgänge durch das Gebäude ließen die Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen ausfallen. Stattdessen informierten Werner Haase-Hövelmann (Stadt Warendorf) und Maria Pälmke (Architekturbüro Sickmann) vor der Tür über die geplanten Umbaumaßnahmen anhand großer Pläne. Ein markanter Part wird direkt die Umgestaltung des Eingangs sein, der einige Meter nach links verschoben wird, sodass im Bereich des jetzigen Eingangs eine kleine Küche entstehen kann und die Rollstuhlrampe so umgebaut wird, dass eine Zufahrt zu einem neuen Parkplatz ermöglicht.

Neben zukünftigen Nutzern des Hauses informierten sich auch Anwohner, deren Befürchtungen vor allem Lärmbelästigungen durch den Probenbetrieb der Musikzüge waren. Sie zeigten sich zufrieden, dass durch den Einbau einer Lüftungsanlage der Probenbetrieb bei geschlossenen Fenstern stattfinden wird.

Optimiert werden zudem die Flucht- und Rettungswege sowie die Raumaufteilungen im ersten Obergeschoss in dem rund 860 Quadratmeter umfassenden Gebäude.

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