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Benefizveranstaltung zugunsten der Flutopfer

Hilfe aus Warendorf, die ankommt

Warendorf

Warendorf rückt zusammen und hilft den Flutopfern vor allem im Ahrtal. Doch wie kommen die Hilfen zu den Betroffenen? Vor allem die Verteilung der Sachspenden für die Opfer der Flutkatastrophe entlang der Ahr im Landkreis Ahrweiler ist eine logistische Herausforderung. Unbürokratisch tritt da die Organisation „Warendorf hilft“, die kurz vor der Eintragung ins Vereinsregister steht, in Aktion.

Von Joachim Edler

André Pöpplemann und Michael Beforth weisen auf die Benefizveranstaltung zugunsten der Flutopfer am 20. November hin. Foto: Joachim Edler

André Pöpplemann und Michael Beforth sprechen von einer Welle der Solidarität und der Hilfsbereitschaft auch noch Monate nach der Hochwasser-Katastrophe in Deutschland. Die Unterstützung ist vielfältig. Warendorf rückt zusammen und hilft den Flutopfern vor allem im Ahrtal. Doch wie kommen die Hilfen zu den Betroffenen?

Vor allem die Verteilung der Sachspenden für die Opfer der Flutkatastrophe entlang der Ahr im Landkreis Ahrweiler ist eine logistische Herausforderung - auch, weil der Abtransport von Müll und Unrat aus dem Ahrtal nicht blockiert werden soll. Zwar seien viele Straßen mittlerweile wieder befahrbar, so dass die zwei Warendorfer nicht mehr mit Pkw und Anhänger in das Katastrophengebiet fahren müssen, um unbürokratisch von Haus zu Haus Sachspenden wie Waschmaschinen, Gebäudetrockner, Mobiliar aber auch Gewürzmischungen zu verteilen. Erstmals starten sie am 9. Oktober mit einem 7,5 Tonner voller Hilfsgüter nach Kreuzberg, Mayschoss, Gelsdorf und Dernau.

Viel Unterstützung für „Warendorf hilft“

Aus dem gesamten Kreis Warendorf und darüber hinaus kommen fast täglich Sachspenden bei André Pöppelmann und Michael Beforth an. Und die Hilfsbereitschaft reißt nicht ab. Gemeinsam mit Christian Walkenfort haben André Pöppelmann und Michael Beforth „Warendorf hilft“ ins Leben gerufen. Die Eintragung ins Vereinsregister ist beantragt. Bereits wenige Tage nach der Flutkatastrophe waren die drei Warendorfer mit einer Feldküche in das Hochwassergebiet gefahren, um den Menschen vor Ort zu helfen. „Die Aktion hat einen regelrechten Hype ausgelöst“, erzählt Pöppelmann, Inhaber des gleichnamigen Restaurant der B 64, von den Anfängen der persönlichen Hilfe. Und er versichert: „Jede Sachspende kommt an, bringen wir persönlich ans Ziel. Allerdings geben wir die Sachspenden neuerdings in den organisierten Ausgabestellen, da viele Häuser immer noch nicht wieder bewohnt sind. Von dort erfolgt dann die kontrollierte Verteilung.“

Besonders stolz sind die Initiatoren von „Warendorf hilft“ über die Spendenbereitschaft des Sassenberger Autohauses Lienkamp. Am Samstag wird ein Opel Corsa an eine alleinstehende Mutter in der Ortschaft Dernau im Ahrtal übergeben, die dringend ein Auto benötigt – kostenlos versteht sich. Sowohl Unternehmen, wie auch Privatpersonen spenden – und dies immer wieder.

Benefiz-Veranstaltung am 20. November

Doch André Pöppelmann und Michael Beforth wollten mehr als nur Sachspenden generieren und verteilen. Unter dem Motto „Benefiz trifft Warendorf hilft“ findet am Samstag, 20. November, um 20 Uhr in den Räumen der Tanzschule Ingrid eine Benefizveranstaltung statt, deren Erlös ausschließlich den Flutopfern zugute kommt. Die Künstler verzichten auf ihre Gage.

Die Veranstalter von „Warendorf hilft“ versprechen ein hochkarätiges zweieinhalbstündiges Unterhaltungsprogramm aus Comedy, Kabarett, Bauchredner, Instrumentaleinlagen und Tombola. Es wird ein Imbiss gereicht. Anschließend darf bis zwei Uhr nachts getanzt werden. Der namensbezogene Kartenvorverkauf startet am 11. Oktober über die Internetseite. Um Abendgarderobe wird gebeten. „Im Smoking muss aber niemand kommen“, scherzen die Veranstalter und sprechen von einem „neuen gesellschaftlichen Ereignis in Warendorf“.

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