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AKP übernimmt Kosten für Krankenwagenfahrzeuge in der Ukraine

Hilferuf aus Charkiw schnell erhört

Warendorf/Charkiw

Relativ zügig konnte dank der Unterstützung der Aktion Kleiner Prinz ein Hilferuf aus dem ukrainischen Charkiw umgesetzt werden. Mehrere Krankenwagen aus Deutschland wurden dorthin überbracht mit der finanziellen Unterstützung der Aktion Kleiner Prinz.

Die Übergabe in Charkiw lief für die AKP-Vertreter recht reibungslos. Foto: Aktion Kleiner Prinz

Vor einigen Wochen erreichte ein dringender Hilferuf aus Charkiw im Nordosten der Ukraine den in Möhnesee ansässigen Verein „Archemed“. Diese Hilfsorganisation, im Jahre 2010 gegründet, versorgt Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen in Kriegs- und Krisengebieten mit Medikamenten und medizinischem Gerät und verfügt über ein umfangreiches Netzwerk. Den Hilferuf hatte Mikahil gesandt, der in der Stadtverwaltung von Charkiw arbeitet und für die Materialbeschaffung für einige Krankenhäuser in der Millionenstadt zuständig ist. Es fehle am Nötigsten, berichtete er, und von vormals sechs Krankenwagen sei keiner mehr einsatzbereit. Peter Schwidtal, der Vorsitzende von Archemed, wurde fündig: Die Charite in Berlin stellte einen ausrangierten, voll ausgestatteten Krankenwagen kostenlos zur Verfügung. Zwei weitere Fahrzeuge gab der Kreis Steinfurt zu einem günstigen Preis ab. „Die Kostenübernahme für diese beiden Fahrzeuge sagte die Aktion Kleiner Prinz zu, sodass innerhalb weniger Wochen aus dem Hilferuf ein konkretes Projekt werden konnte“, so die AKP in einer Pressenotiz. Die Übergabe der Krankenwagen sollte an der polnisch-ukrainischen Grenze stattfinden. Ein Fahrer fehlte noch, und Herbert Rother aus dem Vorstand der Aktion Kleiner Prinz war bereit, sich auf die 1300 Kilometer lange Strecke zu machen. Die Übergabe an der Grenze verlief ohne Probleme. „Als Mikahil uns aus seinem Alltag in Kriegsgebiet erzählte, kam uns das Geschehen doch sehr nah,“ berichtet Herbert Rother im Nachgang. Mikahil hatte erlebt, dass nach dem Beschuss eines Wohnhauses die herbeigeeilten Rettungsfahrzeuge und die Helfer noch einmal gezielt beschossen worden sind.

„Da stand uns die gesamte Grausamkeit dieses Krieges sehr deutlich vor Augen, das vergesse ich nie! Und ich bin froh, dass ich mit meinem Einsatz ein wenig habe helfen können!“

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