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Unterstützung für Hochwasseropfer

Hilfsgütertransport aus Warendorf in die Eifel

Warendorf

Den Opfern der Hochwasserkatastrophe helfen möchte der Müssinger Ulrich Lienkamp. Er hat am Freitagmorgen spontan einen Hilfsgütertransport organisiert, der morgen Vormittag in Richtung Eifel starten wird. Noch bis Samstag, 10.30 Uhr, nimmt Lienkamp Sachspenden entgegen.

Besonders hart getroffen hat die Unwetterkatastrophe die Menschen in der Eifel, im Märkischen Kreis und auch im Raum Aachen, wie hier in Stolberg.Wegen Unterspülung ist diese normalerweise viel befahrene Straße in Stolberg eingebrochen. Foto: Fabian Kallenberg

„Wenn mir die Bude über dem Kopf zusammenbrechen würde, wäre ich ja auch froh um jede Hilfe“, begründet Ulrich Lienkamp, warum er am Freitagmorgen spontan einen Hilfsgütertransport in die von der Unwetterkatastrophe besonders stark betroffene Eifel organisiert hat. Sein Lieblings-Radiosender hatte unter dem Motto „Ihr braucht Hilfe? Der Sektor hilft!“ Helfer und Hilfesuchende zusammengebracht.

Der Müssinger fackelte nicht lange und erreichte nach einigen vergeblichen Anrufen in Euskirchen, wo der Strom offenbar großflächig ausgefallen war, Mitarbeiter des DRK in Weilerswist, die ihm erklärten, was in den Katastrophengebieten nun am dringendsten benötigt wird: Decken, Hygieneartikel und vor allem stilles Wasser. Vielerorts gibt es momentan kein Trinkwasser.

Wer den Menschen im Krisengebiet helfen wolle, sei also gut beraten, stilles Wasser zu spenden, das sowohl zum Kochen wie auch zur Zubereitung von Kaffee und Tee geeignet sei, sagt Lienkamp. Er möchte am Samstagmorgen gegen 11 Uhr mit einem großen Pkw samt Anhänger gen Weilerswist aufbrechen. Sollte die Spendenbereitschaft so gewaltig sein, wie es sich schon jetzt abzeichnete, stünden auch noch zwei große Bullis zur Verfügung. Auch die Fahrer habe er schon mobilisiert, berichtet Lienkamp, der die Sachspenden heute ab 18 Uhr in seinem Haus, Zum Mußenbach 52, entgegennehmen wird. Auch am Samstagmorgen können bis 10.30 Uhr noch Hilfsgüter abgegeben werden. Die DRK-Mitarbeiter in Weilerswist wollen Lienkamp bei der Verteilung unterstützen.

Hilfe vom THW

Auch für die Hochwasseropfer im Bergischen Land gab es Hilfe aus Warendorf. Sieben Einsatzkräfte des Ortsverbandes der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) waren am Donnerstag, ebenso wie Kollegen aus Greven, um 4.20 Uhr angefordert worden. Der Keller des Polizeipräsidiums Wuppertal war vollgelaufen.

Mit Pumpen wurde begonnen, das Wasser in die nahe gelegene Kanalisation zu pumpen. „Da der inzwischen sehr hohe Grundwasserstand aber immer wieder Wasser nachlaufen ließ, im Keller aber keine wichtige Infrastruktur gefährdet war, wurde von weiteren Arbeiten Abstand genommen um für Tätigkeiten an anderen Einsatzstellen mit höherer Priorität zur Verfügung zu stehen“, schreibt das THW in einer Pressemitteilung. „Bei einem später angefahrenen Altenheim war die Kräftelage aber so weit ausreichend, dass die Einsatzleitung gegen Abend entschied, die Einsatzkräfte aus Greven und Warendorf aufgrund der bereits langen Einsatzzeit in die Heimat zu entlassen.“

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