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Bolzplatz nicht als idealer Standort angesehen

Heotmar benötigt Interimslösung für die kommenden Kindergartenjahre

Hoetmar

Um den Engpass bei den notwendigen Kindergartenplätzen in Hoetmar zu beheben, soll eine Interimslösung mit Containern erreicht werden. Der vorgeschlagene Standort am Bolzplatz hinter der Schule stieß im Bezirksausschuss auf keine Gegenliebe.

-uli-

Der Bolzplatz hinter der Schule soll auf Vorschlag der Verwaltung als Standort für die Container genutzt werden. Foto: Ulrich Lieber

In Hoetmar fehlen zum nächsten Kindergartenjahr 17 U3- und elf Ü3-Plätze. Dies teilte Stadtjugendpfleger Ansgar Westmark am Dienstag im Bezirksausschuss mit. Um diesen zusätzlichen Bedarf zu decken, müssen zwei weitere Kindergartengruppen eingerichtet werden. Die Pfarrgemeinde Ss. Bonifatius und Lambertus haben in einem Gespräch mitgeteilt, dass eine Ausweitung der Trägerschaft nicht angestrebt wird.

Ein Neubau ist in der Kürze der Zeit bis zum 1. August nicht realisierbar. „Wir sind auf die Idee gekommen, eine Interimslösung auf dem Bolzplatz hinter der Schule zu errichten“, erklärte Ansgar Westmark. Bezüglich der Trägerschaft sei aufgrund der Kürze der Zeit auf das übliche Auswahlverfahren verzichtet und die Arbeiterwohlfahrt angesprochen worden, die schon früher in Hoetmar aktiv war. Die Awo übernehme gerne und sei bereit, mit der „Pusteblume“ zusammenzuarbeiten. „Wir planen aufgrund der gebotenen Eile, das Ganze mit Modulen umzusetzen“, erklärte Westmark. Die Kosten beliefen sich dabei auf rund 410 000 Euro für die nächsten drei Jahre.

Entscheidung zu Containern in Hoetmar – die Zeit drängt

„Wir wollen ja Vielfalt in Hoetmar. Insofern ist es gut, dass die Awo kommt. Wir sind davon überzeugt, dass die Awo gute Arbeit leisten wird“, sagte Paul Paul Schwienhorst (CDU). Nicht einverstanden sei man dem Standort Bolzplatz. Die Kleinholzallee sei gerade erst wieder hergerichtet worden, und die Anbindung sei nicht optimal. „Wir würden eigentlich den Standort Wagenfeldstraße präferieren.“

Zudem sollte die Verwaltung noch einmal das Gespräch mit Herrn Niggemann suchen. Dr. Martin Thormann wies darauf hin, dass der Zeitdruck groß sei. „Vor diesem Hintergrund brauchen wir eine Entscheidung bis zum 17. Februar im Rat.“ Mit dem Standort Niggemann habe man sich beschäftigt und das sei auch „eine charmante Idee“. Bei den anderen vorgeschlagenen Flächen müsse geprüft werden, ob solche Projekte dort überhaupt möglich sind.

Standorte Niggemann und Wagenfeldstraße im Gespräch

Baudirektor Peter Pesch machte deutlich, dass Niggemann planungsrechtlich zeitlich bis zum 1. August nicht zu schaffen sei. Der Standort Wagenfeldstraße sei grundsätzlich denkbar. „Wir meinen aber, dass eine zentralere Fläche besser wäre.“ Ein weiterer Vorschlag war der Lanwehrpark, der bislang noch gar nicht betrachtet worden sei.

Monika Walter-Kaiser (SPD) sprach sich für den Standort Wagenfeldstraße aus. Der Bolzplatz werde sehr gut genutzt. „Ich habe wirklich Bauchschmerzen damit, dort die Container zu errichten.“ Peter Molitor (CDU) wies darauf hin, dass der Bolzplatz dringend benötigt werde. „Wir schließen uns dem Wunsch an, noch einmal zu überlegen“, erklärte Klaus Aßhoff (Grüne).

Dr. Martin Thormann nahm den Prüfauftrag zur Kenntnis und plädierte dafür, zunächst die favorisierte Wagenfeldstraße zu prüfen. Sollte diese nicht in Frage kommen, würde der Lanwehrpark geprüft. Das Ergebnis soll bereits am Dienstag im Sozialausschuss vorgestellt werden.

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