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Jennifer Frochte möchte Miss Germany werden

Hoffen auf das große Fernsehfinale

Freckenhorst

Jennifer Frochte hat ein großes Ziel vor Augen: Sie möchte Miss Germany werden. Die 29-jährige Freckenhorsterin hat es unter 12.000 Bewerberinnen mittlerweile bis unter die letzten 40 geschafft. Nun heißt es warten und hoffen auf den Einzug in die nächste Runde.

Von Ulrich Lieber

Jennifer Frochte ist der Sprung unter die letzten 40 Bewerberinnen zur Miss Germany gelungen. Foto: Stephan Glathe / Miss Germany

Kommt die nächste Miss Germany aus Freckenhorst? Jennifer Frochte ist optimistisch, denn sie hat bereits einige Hürden genommen und es bis unter die letzten 40 Bewerberinnen geschafft. Nun heißt es warten, ob sie den Sprung unter die letzten 20 packt. „Ich hoffe, dass ich dabei bin. Es kommt jetzt auf die Jury an“, sagt die gut gelaunte 29-Jährige.

Doch wie ist es überhaupt dazu gekommen? „Ich habe beim Gassigehen im Handy gesehen, dass Kandidatinnen für Miss Germany gesucht werden“, berichtet sie. Da sich das Konzept der Wahl deutlich gewandelt hat und es keine Schönheitskonkurrenz mehr ist, sei sie schnell interessiert gewesen. „Sie suchen Frauen, die andere Frauen stärken und die für etwas stehen. Frauen, die eine eigene Botschaft haben“, erklärt Jenny Frochte.

Jennifer Frochte hat sich heimlich beworben

Da sie bereits seit über drei Jahren erfolgreich als Influencerin bei Instagram aktiv ist und dort anderen Frauen und Mädchen hilft, nahm sie ihren Mut zusammen und bewarb sich. „Ich habe es niemandem gesagt, auch nicht meinem Mann“, gesteht die zweifache Mutter. Von 12.000 Bewerberinnen kam sie tatsächlich direkt in die Runde der letzten 160. Die Mail kam aber bei ihrem Mann René an, der zunächst glaubte, dass es sich um Werbung handelt. „Ich habe ihr gesagt, dass ich denen geantwortet habe, dass sie kein Interesse hat“, schmunzelt der 32-Jährige. Das war natürlich gelogen, denn irgendwie hatte er seiner Jenny das schon zugetraut.

Freckenhorsterin hat 209.000 Insta-Follower

Dass Jenny Frochte überhaupt bei Instagram so aktiv wurde, lag daran, dass sie dieser Plattform misstraute. „Ich hatte Vorurteile, wollte mir aber selbst ein Bild machen.“ Also schrieb sie verschiedene Influencer an und ließ diese über die Vor- und Nachteile von Instagram berichten. Daraus gestaltete sie dann selbst Videos, die sie bei Instagram zeigte. Das kam gut an. „Ich merkte, dass mir das viel Spaß macht und habe dann angefangen, jungen Frauen bei ihren Problemen zu helfen, sie zu inspirieren und ihnen Mut zu machen“, erklärt sie.

René Frochte

Mittlerweile hat die Freckenhorsterin 209.000 Follower und ihr Mann René, eigentlich gelernter Kfz-Mechatroniker und -Meister, kümmert sich um die Büroarbeiten, die immer mehr werden. Jenny Frochte ist dankbar für die Unterstützung. „Ohne meinen Mann und meine Familie wäre das nicht möglich.“ Die gelernte Erzieherin blickt zuversichtlich nach vorne. „Ich sehe Miss Germany als eine Chance, als eine Plattform, um weitere Projekte zu starten. Ich habe reichlich Ideen“, sprudelt es aus der stets lachenden Jenny hervor.

Doch wie ging es bei Miss Germany weiter? „Wir mussten ein Vorstellungsvideo drehen, das habe ich mit dem Handy gemacht und selbst geschnitten.“ Es folgte ein Online-Voting der Community, die 40 Bewerberinnen auswählte, weitere 40 bestimmte die Jury. Wer sie weitergeschickt hat, das weiß sie nicht. „Ich möchte, dass das Team von Miss Germany mich als die Jenny ansieht, egal, wie viele Follower ich habe.“ Das kann René nicht so stehen lassen: „Aber Du hast ja so viele Follower, weil Du so bist wie Du bist. Du bist einfach herzlich und viel zu lieb.“ Zudem seien ganz viel Fleiß, Authentizität, Liebe und Hingabe notwendig, um auf Instagram erfolgreich zu sein.

Die letzten 80 wurden zu einem Live-Experience für einen Tag nach Hamburg eingeladen. Dort gab es Videochats, Interviews, ein Fotoshooting und vor allem das Kennenlernen des Teams sowie der anderen Kandidatinnen. „Als es dort noch um Schönheit ging, war die Konkurrenz untereinander wohl größer. Jetzt war es mehr ein Miteinander“, berichtet Jenny Frochte von dem „aufregenden Tag“. Hier musste jede Bewerberin ihre eigene Botschaft präsentieren.

Die Top 20 ziehen in ein Camp

Alles ging gut, und Jennifer Frochte erreichte die Runde der letzten 40. Es ging wieder nach Hamburg zu einer Content-Experience. „Das war ganz toll. Wir hatten zwei Workshops, haben viele Tipps bekommen und hatten ein weiteres Fotoshooting.“ Es wurde miteinander eingehend über die jeweiligen Projekte gesprochen und das Team von Miss Germany hat alles genau verfolgt.

Nun heißt es Daumen drücken und warten. „Sie machen es spannend“, sagt Jenny. Fünf Bewerberinnen sind bereits weiter, am 21. Dezember werden die nächsten fünf informiert, und am 4. und 6. Januar die restlichen zehn. „Die letzten 20 werden dann vom 2. bis zum 19. Februar in ein Camp ziehen und an vielen Workshops teilnehmen“, hofft die 29-Jährige darauf, dass sie dabei ist. Und dann möchte sie natürlich bei den letzten zehn sein, die dann live im Fernsehen ihre Siegerin ermitteln.

Nicht nur Jenny, sondern auch René ist optimistisch. „Sie ist so ein lieber Mensch. Sie bekommt keine Hate-Nachrichten, denn man kann ihr nicht böse sein. Außerdem weiß sie schon ganz genau, was sie als Miss Germany machen will“, ist der 32-Jährige mächtig stolz auf seine Frau.

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