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Feierstunde der Dreibrücken-Schützen

Hoffnung auf Jubelfeier in 2022

Warendorf

Auch im Jahr des 100. Geburtstages ist es dem Schützenverein Hinter den drei Brücken nicht vergönnt, das Schützenfest im großen Stil zu feiern. Immerhin gab es am Samstag eine Feierstunde am Seniorenzentrum Eichenhof.

Von Andreas Engbertund

Martin Affhüppe, Erich Kunze, Peter Burian und Dieter Deutschewitz wurden für langjährige Vereinszugehörigkeit am Samstagnachmittag ausgezeichnet. Präsident Johannes Bussmann, hier mit dem Königspaar Heidi und Dietmar Schmegner (kleines Foto) gratulierte.

Auch nach zwei Jahren im Schrank sitzen die Uniformen wie angegossen. Am Samstag traten die Formationen des Schützenvereins Hinter den drei Brücken zum ersten Mal seit dem Schützenfest 2019 wieder in Uniform an.

Nachdem das Schützenfest im vergangenen Jahr pandemiebedingt komplett ausgefallen ist, war jetzt wenigstens ein kleines Ersatzprogramm möglich.

Grund zum Feiern hätten die Schützen allemal, schließlich wird der Verein in diesem Jahr, wie berichtet, 100 Jahre alt. Jetzt hoffen die Schützen, ihr Jubiläum im kommenden Jahr gebührend nachfeiern zu dürfen.

Begleitet von der Stadtkapelle Warendorf, machten sich die Vereinsabordnungen mit Bannern und Holzgewehren und der Thron um König Dietmar Schmegner am Samstag auf einen kurzen Marsch durch den Norden der Stadt.

Ziel war das Seniorenzentrum Eichenhof, an dem die Schützen von vielen Bewohnern des Heims und „Zaungästen“ auf den Balkonen des benachbarten Betreuten Wohnens schon erwartet wurden. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr wieder ihre Gastfreundschaft genießen dürfen“, freute sich Schützenpräsident Johannes Bussmann des Besuchs im Eichenhof: „Wir freuen uns aber auch genau so, dass wir endlich wieder einmal unsere Uniform anziehen konnten und die mal gelüftet wird.“ Besonders begrüßte er Schützenbruder Willi Rüsel, der seit 71 Jahren Mitglied bei den Dreibrückenschützen ist und „ein echter Haudegen des Schützenvereins“ sei, der in all den Jahren nur ein einziges Schützenfest krankheitsbedingt verpasst habe.

Personal und Bewohner des Seniorenheims waren in Schützenfeststimmung. Bereits einen Tag zuvor war in der Einrichtung ein eigenes, internes Schützenfest gefeiert worden. Statt zu schießen warfen die Senioren um die Königswürde.

Den Wettkampf entschied Christa Helmes für sich, die sich Günter Neusel als Prinzregenten erkor. Mit Königskette und Schärpe freute sich auch die hauseigenen Majestäten über den offiziellen Besuch, der extra einen Orden für Christa Helmes im Gepäck hatte.

Orden überreichte das seit 2019 amtierende Königspaar auch an Vereinsmitglieder, die dem Verein seit vielen Jahren die Treue halten. Dieter Deutschewitz ist seit 65 Jahren Mitglied im Verein, Peter Burian seit 60 Jahren, Erich Kunze seit 50 Jahren und Martin Affhüppe seit 40 Jahren.

Am Abend feierten die Formationen im internen Kreis ihr Schützenfest in lockerer Runde.

Gut informierte Quellen berichteten übrigens, dass nicht alle Uniformen nach zwei Jahren wegen der guten Lockdown-Disziplin der Schützen noch passten. So sollen bei vereinzelten Mitgliedern noch kurzfristige Schneider-Einsätze notwendig gewesen sein.

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