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Basis bewertet Bundestagswahl

Hornung: Laschet verhöhnt Wähler

Warendorf

„Dass wir in Warendorf fast 6000 Stimmen geholt haben, ist ein wirklich vorzügliches Ergebnis“, sagte SPD-Stadtverbandsvorsitzender Andreas Hornung am Tag nach der Wahl. Er empfindet es allerdings als „Verhöhnung der Wähler“, dass Armin Laschet nach dem Wahlergebnis noch einen Wählerauftrag zum Regieren erkennt.

Von Jörg Pastoorund

Das war am 18. September: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet neben Henning Rehbaum (l.) in Warendorf. Rehbaum ist im Bundestag. Laschets Rolle umstritten. Foto:

Fast zwölf Prozent hat die CDU bei den Erststimmen im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 abgeben müssen: Der Trend von der Wahl 2013 (damals noch 55,3 Prozent für Direktkandidat Reinhold Sendker) über 2017 (49 Prozent) landete am Sonntag bei 37,4. Das reichte für Henning Rehbaum zum Einzug ins Parlament, zeigt aber deutlich die Wählerabwanderung. Den höchsten Erststimmen-Wert erzielte Rehbaum im Bezirk Wilhelm-Achtermann-Grundschule. Mit 57,5 Prozent ist es zwar das höchste Einzelresultat, liegt aber immer noch 6,5 Prozent unter dem Ergebnis von 2017 (damals 64 Prozent). Im schwächsten CDU-Bezirk Philipp-Melanchton-Haus (mit 26,4 Prozent der Erststimmen) ist der Schwund auch besonders auffällig, weil die CDU hier 2017 noch 20 Prozent mehr erzielte (46,1 Prozent). Stadtverbandsvorsitzender Marija Ruzhitskaya war noch am Sonntagabend trotz der herben Verluste für die Bundes-CDU eines ganz wichtig: „Es kommt kein Linksbündnis zustande. Das war ein wichtiges Ziel, und das ist gelungen.

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