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Bundesbildungsministerin Anja Karliczek beim THW

Im Ernstfall die richtige Adresse

Warendorf

Das THW Warendorf hat seit dem Einzug am Hartsteinwerk starken Mitgliederzulauf. Das ist auch gut so, findet Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.

Von Jörg Pastoor

THW-Ortsbeauftragter Mario Raab, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, CDU-Stadtverbandsvize Martin Richter, Bundestagskandidat Henning Rehbaum, Vizebürgermeisterin Doris Kaiser, Sascha von Rekowski (THW) und Landrat Dr. Olaf Gericke (v.l.).Eins von drei Fahrzeugen, das der Bund dieses Jahr neu für das THW in Warendorf anschafft, steht schon in der Halle. Foto: Jörg Pastoor

Einsätze wie in den Gebieten der Flutkatastrophe werden sich häufen – daran hat Anja Karliczek wegen des Klimawandels keinen Zweifel. Deshalb war die Bundesbildungsministerin auch froh, sich am Montag mit Mario Raab austauschen zu können. Zusammen mit dem CDU-Bundestagabgeordneten Henning Rehbaum tauschte sie sich während eines Wahlkampfbesuchs mit dem THW-Ortsbeauftragten im Stützpunkt am Hartsteinwerk aus.

Sowohl Karliczek als auch Landrat Dr. Olaf Gericke unterstrichen die Bedeutung des THW – und wie stiefkindlich solche Organisationen nach dem Ende des Kalten Krieges im Gefühl der Sicherheit behandelt worden seien. „Was hat man uns belächelt, als ich die Anschaffung eines Satellitentelefons für jede Kommune angewiesen habe“, erinnerte Gericke sich. Nach den Fluten vor einem Monat habe es genau an solchen Geräten der Telekommunikation gehapert.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zu THW-Mann Mario Raab

Mario Raab konnte sich gegenüber dem „hohen Besuch“ nicht beschweren. Zwar sei der Gruppenraum im vor einem Jahr bezogenen Standort viel zu klein, aber das liegt auch am rasanten Mitgliederwachstum. Aktuell gibt es 50 Aktive, allein in den letzten zwölf Monaten seien mit 19 Lehrgangsabsolventen so viele wie zuvor in Ostbevern in zehn Jahren zu verzeichnen. Gut: „Uns fehlen viele Frauen.“ Aber Raab ermutigte sie zum Engagement beim THW.

Henning Rehbaum setzte auf großzügige Arbeitgeber, die beim THW oder der Feuerwehr tätige Ehrenamtler für Einsätze auch freistellten und dankte denen, die das schon tun.

Olaf Gericke erinnerte sich daran, wie gut es getan habe, mit dem Technischen Hilfswerk auf erfahrene Logistiker zurückgreifen zu können, als coronabedingt massenweise Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung verteilt werden mussten.

Rehbaum setzt auf Verständnis der Arbeitgeber

Alle Teilnehmer des Treffens waren sich einig, dass nur durch verbesserte Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen Großschadenslagen wie im Rheinland und Rheinland-Pfalz zu bewältigen seien. Kameraden von Mario Raab haben dort Trinkwasseraufbereitungen installiert und eine Querung über die Erft gebaut. Anja Karliczek stieg gleich mal in eins der Fahrzeuge in der Halle, nachdem sie Raab versichert hatte: „Wir sind froh, dass wir Sie haben!“

Das THW Warendorf rüstet sich weiter. Eins von drei neuen Fahrzeugen ist schon da, ein Lkw mit Ladebordwand und ein Mannschaftstransportwagen schafft der Bund noch an.

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