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Sonderausstellung in der Stiftskammer

Im kostbaren Buch blättern

Freckenhorst

Professionelle Technik macht es möglich, in dem mehr als 1000 Jahre alten Emma-Evangeliar zu blättern. Damit geht der Förderkreis Stiftskammer neue Wege. Auch in Zukunft will er Kunstschätze in einer zeitgemäßen Form präsentieren.

Von Marion Bulla

Gehen neue Wege: Dr. Gunter Tönne (l.) und Marie-Theres Kastner vom Vorstand Förderkreis Stiftskammer sowie Fotograf und Projektmanager Stephan Kube präsentieren eine mediale Ausstellung, in welcher das Emma-Evangeliar im Fokus steht. Foto: Marion Bulla

„Wir wollen neue Wege gehen, und Menschen anlocken, die die Stiftskammer besuchen“, sagt Marie-Theres Kastner vom Vorstand des Förderkreises. Sie möchten die Dinge nicht nur darstellen, sondern auch mehr in die Zeit einordnen, in der sie entstanden sind. „Wir wollen ihre Geschichte erzählen“, fährt sie fort.

Im Rahmen des Bürgerfestes, das am Sonntag (10. Juli) stattfindet, öffnet die Stiftskammer ihre Türen für eine ganz besondere Ausstellung. Neue Wege, das bedeutet für den Förderkreis der Stiftskammer, die Sprache der heutigen Zeit zu nutzen, also die Kunstschätze in einer medial zeitgemäßen Form in Sonderausstellungen zu präsentieren. Unter dem Motto „In den Mittelpunkt gerückt“ präsentieren die Organisatoren um Marie-Theres Kastner, Dr. Gunter Tönne sowie Fotograf und Projektmanager Stephan Kube zum Auftakt das älteste Exponat der Stiftskammer.

Das Emma-Evangeliar ist mehr als 1000 Jahre alt und ziemlich gut erhalten. Bisher war es unmöglich, in dem kostbaren Buch herumzublättern. Die Ausstellung macht dies jetzt mit Hilfe professioneller Technik möglich. Im abgedunkelten Raum und im Schein flackernder Kerzen können Besucher und Besucherinnen im Emma-Evangeliar nach Herzenslust stöbern. Ein Projektors projiziert die angeklickten Seiten auf eine Wand. Bei einigen gibt es Infos, etwa zu den einzelnen Evangelisten. Auch finden sich Übersetzungen aus dem Lateinischen wie ein Gleichnis für Kinder. Abgerundet wird die Präsentation durch kindgerechte Illustrationen, wie bei der Geschichte um den barmherzigen Samariter.

Bürgerfest als Startschuss

Durch diese neue Darstellung soll Freckenhorst sich zu einem dauerhaften kulturellen Treffpunkt entwickeln. Auch die Zugänglichkeit zu einem jüngeren Publikum möchte der Vorstand steigern. „Das Bürgerfest ist für uns Anlass und quasi Startschuss für diesen neuen Weg. Wir sind dankbar, hiermit einsteigen zu können“, freut Marie-Theres Kastner sich und fügt an, sie hätten noch viel vor, allerdings bräuchten sie dazu finanzielle Unterstützung.

Geplant ist beispielsweise ein besucherfreundliches Erklärungssystem über Audioguides und QR-Codes. Auch ein spezielles Kinderprogramm kann der Vorstand sich vorstellen. Bis 18 Uhr ist die Stiftskammer am Sonntag zur Besichtigung geöffnet (sonst von 15 bis 16.30 Uhr). Führungen sind unter

 0 25 81/98 00 77 buchbar. Weitere Infos gibt es unter www.stiftskammer-freckenhorst.de

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