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Emotionaler Moment: AWG entlässt letzten Abiturjahrgang

„Immer hot und niemals lau“

Warendorf

Ein emotionaler Moment für Schüler, Eltern und Lehrer. Mit der Abiturientia 2019 verließen nicht nur 154 glückliche Heranwachsende mit dem Reifezeugnis das August Wibbelt Gymnasium (AWG), sondern es handelte sich auch um den letzten Jahrgang. Nach den Sommerferien ist am AWG Schluss, geht die Oberstufe zum Laurentianum über. Die Geschichte des Aufbaugymnasiums in Warendorf endet nach 97 Jahren.

wn

Ein emotionaler Moment für Schüler, Eltern und Lehrer. Mit der Abiturientia 2019 verließen nicht nur 154 glückliche Heranwachsende mit dem Reifezeugnis das August Wibbelt Gymnasium (AWG), sondern es handelte sich um den letzten Jahrgang. Foto: Rebecca Lek

Ein emotionaler Moment für Schüler, Eltern und Lehrer. Mit der Abiturientia 2019 verließen nicht nur 154 glückliche Heranwachsende mit dem Reifezeugnis das August Wibbelt Gymnasium (AWG), sondern es handelte sich auch um den letzten Jahrgang. Nach den Sommerferien ist am AWG Schluss, geht die Oberstufe zum Laurentianum über. Die Geschichte des Aufbaugymnasiums in Warendorf begann 1922. Dem Anlass entsprechend wählten die Schüler des Abiturjahrgangs ihr diesjähriges Motto „WASABI – The last hot AWGs – nach uns wird‘s nur noch Lau“.

Zu Beginn der Entlassfeiert gab es eine musikalische Eröffnung des Band- und Chorprojektes von Christof Steinbüchel. Den Gesang übernahmen Kathrin Hammermeister, Tanja Slomski, Laura Borwe, Jasmin Hülswedde, Karolina Lunitz und Katja Frank. An der Gitarre wurden sie von Jan Finger, Lennart Lorrenz und Titus Hellinge unterstützt. Tristan Löhrs saß am Schlagzeug.

Christian Albers übernahm als Oberstufenkoordinator die Begrüßung und erinnerte an die „arbeitsintensiven und aufregenden Stunden“ für die Schüler und Lehrkräfte. Doris Kaiser, stellvertretende Bürgermeisterin, überbrachte die Grußworte der Stadt Warendorf und beschrieb das Abitur als „Tür zur Zukunft“. Sie verwies auf die Melancholie, aufgrund der Tatsache, dass es sich um die letzte Entlassfeier des AWG handelte. „Es fällt der Vorhang über eine sehr erfolgreiche Arbeit“. An die erinnerte sich auch der Elternvertreter Prof. Peter Degen. „Erinnert ihr euch noch an euren ersten Tag am AWG?“. Allgemeines Nicken erhielt er als Antwort. Prägnant verstand es Degen die verschiedenen Stationen der Abiturienten zu beschreiben und lobte ihren Einsatz bei dem Versuch, das AWG bestehen zu lassen. „Glaubt an euch. Mischt euch ein. Gestaltet eure und unsere Zukunft mit“.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten Lamine Keita, Jason Osarogiagbon Nosa und Victoria Osarogiagbon Nosa, die als Stufensprecher das Wort ergriffen. Sie beschrieben den Tag als „Ende einer Station im Leben“.

Ob humorvolle Anekdoten aus dem Schulalltag, nachdenkliche Erinnerungen oder ein Blick in die Zukunft – die Rede enthielt alles, was die Abiturienten bewegte. „Oft kam der Spruch von anderen Schulen, dass das Abitur am AWG viel zu leicht sei. Wir aber sind stolz die Flure des AWG zu verlassen“, schloss Jason Osarogiagbon Nosa und erntete tosenden Applaus. Ebenso wie der stellvertretende Schulsprecher Oliver Seidel. „Unsere Größe und Vielfalt der Stufe ist das wertvollste Juwel“, beschrieb er den Abiturjahrgang und betonte „Vergessen werden wir unsere Schule, Lehrer und Mitschüler niemals“.

Nachdem sich Schüler und Eltern zu Wort gemeldet hatten, kamen auch die Lehrer an die Reihe. Die Stufenleitung präsentierte einen humorvollen Rückblick unter dem Motto „Wie kocht man sich ein Abi?“ und gab ihren Schülern als letzten Rat mit: „Serviere das Essen immer hot und niemals lau.“

211 Schüler waren es zu Beginn, fast ein viertel schafften es nicht bis zum Ende. 70 Prozent kamen erst zur Oberstufenzeit hinzu. Dies sind nur einige Zahlen die Stefanie Wittlage als Direktorin präsentierte. „Ihr habt nun die Chance, die Herausforderung und die Freiheit eure Zukunft zu wählen“, betonte sie und machte sich bereit, zum letzten Mal im Namen des AWG die Abiturzeugnisse zu verteilen.

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