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Tag der Selbsthilfegruppen

Initiativen stellen sich der Öffentlichkeit vor

Warendorf

Rund 100 Selbsthilfegruppen gibt es im Kreis Warendorf. Das Themenspektrum ist breit. Acht von ihnen stellen sich nun am „Tag der Selbsthilfe“ vor.

Sie freuen sich auf den Tag der Selbsthilfe: Birgit Lücke, Leiterin der Stadtbücherei, und Sabine Tenambergen vom Paritätischen NRW. Foto: privat

Ob ADHS, Darmerkrankungen, Hochsensibilität, Trauer, Prokrastination, Angst oder Depressionen – für viele unterschiedliche Themen gibt es eine Selbsthilfegruppe in Warendorf. Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Selbsthilfe“ stellen sich acht von ihnen beim „Tag der Selbsthilfe“ am 3. September (Samstag) in der Stadtbücherei vor.

Rund 100 Selbsthilfegruppen gibt es im Kreis Warendorf. Das Themenspektrum ist breit: von A wie Aphasie über L wie Legasthenie bis Z wie Zöliakie sind viele Erkrankungen – aber auch herausfordernde Lebensumstände – abgedeckt.

Einen Überblick über sämtliche Selbsthilfegruppen hat und gibt die Selbsthilfe-Kontaktstelle in Trägerschaft des Paritätischen NRW. Eine von zwei Fachkräften dort ist laut Pressemitteilung Sabine Tenambergen, die in einem Zeitungsartikel auf das Thema „Open Library“ aufmerksam wurde, welches aktuell in der Stadtbücherei Warendorf in der Aufbauphase ist. Sie merkte: „Das Konzept ist toll und wichtig für unsere Selbsthilfegruppen, die häufig auf der Suche nach einem neutralen, ruhigen Raum sind, an dem sie sich regelmäßig treffen können.“

Platz in der Stadtbücherei

Also sprach sie Birgit Lücke, Leiterin der Stadtbücherei, an. Die beiden kamen ins Gespräch und merkten schnell, dass die Interessen der Selbsthilfegruppen viel Platz in der Stadtbücherei finden. „Im Rahmen des Programms ‚hochdrei – Stadtbibliotheken verändern‘ haben wir ein Konzept erarbeitet, das die Bücherei als sogenannten ‚Dritten Ort‘ im Stadtbild etabliert. Die Bücherei dient damit nicht mehr nur der Ausleihe von Büchern aller Art, sondern steht für Bildung und Begegnung, Kultur und Austausch“, erklärt Birgit Lücke das Konzept.

Doch wie die Zusammenarbeit starten? Das Projekt „Open Library“ ist noch nicht final realisiert. Es sieht vor, dass Bürgerinnen und Bürger die Bücherei auch außerhalb der personalbesetzten Öffnungszeiten aufsuchen können, dank sogenannter „Open-Library-Technik“. Die Gruppen können sich dann zum Beispiel den Raum „Lerntreff“ buchen und sich geschützt und ohne Verzehrzwang treffen und austauschen.

Einen ersten Auftakt bildet daher nun der Tag der Selbsthilfegruppen am 3. September von 10 bis 13 Uhr. Alle Gruppen, Organisationen und Selbsthilfe-Kontaktstellen innerhalb und außerhalb des Paritätischen sind eingeladen, sich an der Aktionswoche zu beteiligen.

Folgende Gruppen nutzen diese Chance beim Tag der Selbsthilfegruppen:

Rheuma-Liga (Deutsche Rheuma-Liga NRW, Arbeitsgemeinschaft Warendorf)

SHG Parkinson (Selbsthilfegruppe für Parkinson-Betroffene)

SHG für Schwerhörige (Selbsthilfegruppe für Schwerhörige Ostbevern und Telgte)

KoPS (Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe)

DMSG Kontaktkreis (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Kontaktkreis Warendorf)

T*OM (T*OM Trans* Ost-Münsterland)

Angst und Depression

BSV (Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen)

Eingeladen sind alle, die sich für die Arbeit dieser Selbsthilfegruppen oder der Selbsthilfegruppen allgemein interessieren und eventuell sogar eine Gruppe gründen wollen, denn auch der Paritätische ist selbstverständlich vor Ort und kann für einen Erstkontakt angesprochen werden.

Unverbindliches Angebot

„Diese lokale Aktion ist ein niedrigschwelliges, unverbindliches Angebot insbesondere für Leute, die sich vielleicht noch nicht trauen, sich bei einer Selbsthilfegruppe zu melden“, freut sich Birgit Lücke, dass der Tag der Selbsthilfe in der Bücherei stattfinden wird. „Selbsthilfegruppen sind geschützte Lernorte – Menschen lernen von den Erfahrungen und durch den Austausch mit anderen Menschen. Einen kleinen Einblick in ihre Welt können wir nun durch dieses Angebot bieten“, so Sabine Tenambergen.

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