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Heimatdeal der Stadtwerke

Insektenhügel bietet Tieren geschützte Nistmöglichkeiten

Warendorf

Die Stadtwerke Warendorf haben mit Unterstützung durch den BUND und die Warendorfer Bürgerstiftung einen Insektenhügel am Wasserwerk installiert.

wn

Harry Wagner (BUND), Christel Johanterwage, Hennes Sander, Inge Seelige (Bürgerstiftung Warendorf/Bürgerinitiative „Warendorfair Bienenretter) und Urs Reitis (Stadtwerke Warendorf GmbH) weihen den Insektenhügel am Wasserwerk ein. Foto: Stadtwerke Warendorf

Die Stadtwerke Warendorf starten einen neuen Heimatdeal. Dieses Mal steht das Thema Insektenschutz im Mittelpunkt der Aktion. Am Donnerstag startete das Programm mit der Einweihung eines Insektenhügels am Wasserwerk. Eine Blühwiese und ein Insektenhotel sollen folgen.

Ausgeräumte Landschaften ohne Hecken und Wildblumen, der Einsatz von Pestiziden und die Überdüngung machen es den mehr als 585 heimischen Wildbienen-Arten schwer zu überleben. Von der großen Artenvielfalt heimischen Wildbienen sind etwa 50 Prozent vom Aussterben bedroht. Die Vielzahl der Insekten sowie insbesondere Honig- und Wildbienen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der biologischen Vielfalt, welche zur Bestäubung der Kultur- und Wildpflanzen dienen. Deshalb setzt sich der lokale Energieversorger mit seinem neuen Heimatdeal für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt ein.

Mit tatkräftiger Unterstützung des BUND und der Warendorfer Bürgerstiftung, wurde am Donnerstag als erste Maßnahme ein Insektenhügel auf dem Gelände des Wasserwerks errichtet, um Insekten eine Nistmöglichkeit zu bieten. Auf der Rasenfläche daneben wird in den kommenden Wochen zusätzlich eine Wildblumenwiese angelegt. Im Spätsommer soll dann der Bau eines Insektenhotels folgen.

Die Aktion ist Teil des neuen Heimatdeals der Stadtwerke Warendorf. Dabei fließen je Neukunde 20 Euro in das Projekt ein. Mit dem Wechsel profitieren Stadtwerkekunden somit nicht nur selbst, sondern auch ihre Heimat gleich mit.

Die Idee für diesen neuen Heimatdeal entstand durch Gespräche mit der Bürgerstiftung Warendorf, die mit dem Projekt „Essbare Stadt Warendorf“ schon vor einiger Zeit die Aufmerksamkeit und den Wunsch für ein gemeinsames Projekt geweckt hatten. Die Initiativen ließen sich zudem wunderbar miteinander verbinden, schließlich müssen beispielsweise die gepflanzten Obstbäume der Bürgerstiftung in Zukunft weiterhin von unseren heimischen Bienen bestäubt werden, erklären die Initiatoren.

Und auch die Freckenhorster Werkstätten konnten die Stadtwerke Warendorf für den neuen Heimatdeal begeistern. Die anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, bietet unterschiedliche Arbeits- und Betreuungsbereiche an und wird den Bau des Insektenhotels fachmännisch unterstützen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Freckenhorster Werkstätten in dieses Projekt einzubeziehen, ist eine besondere Herzensangelegenheit des lokalen Energieversorgers, der auch bei der Pflege der eigenen Grünflächen mit den Freckenhorster Werkstätten bereits langjährig zusammenarbeitet.

Schon 2020 baute der Verein BUND am Warendorfer Kreishaus einen Insektenhügel. Bei der Materialbeschaffung für den Insektenhügel setzten die Stadtwerke Warendorf ebenso auf lokale Partner. In Zusammenarbeit mit dem städtischen Baubetriebshof wurden Bagger und Werkzeuge zum Modellieren zur Verfügung gestellt. Der Kreis Warendorf hat die Aktion blühender Garten gestartet und Blumensamen in der „Warendorfer Mischung“ verschenkt. Diese wurden auf den Insektenhügel gesät.

Der neue Insektenhügel am historischen Wasserturm ist nur einer von vielen, die in diesem Jahr in Warendorf entstehen sollen. Die Bürgerinitiative „Warendorfair Bienenretter“ ist Initiator eines Insektenpfades, der unter anderem rund um die Ems verlaufen soll. Unterstützt wird das Projekt durch den Altstadtfond und befindet sich derzeit in der finalen Planungsphase. Besucher können sich zukünftig entlang des Insektenpfades über Herkunft, Lebensart und Schutz der Insekten informieren, die sich an den verschiedenen Standorten ansiedeln sollen. Dazu dienen Infotafeln. Die Einweihung des ersten Insektenhügels durch BUND, Bürgerstiftung und Stadtwerke ist somit der Auftakt eines weitreichenden Projektes im Zeichen des Insektenschutzes.

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