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Stadtbücherei setzt neues Raumkonzept um

Intelligente Regale haben Sensoren

Warendorf

Die Buchrückgabe in der Stadtbücherei funktioniert ab sofort voll automatisiert: Sensoren in den Regalen scannen die abgelegten Bücher und buchen sie automatisch zurück ins System. Wichtig dabei jedoch: Sie müssen senkrecht stehen. Auf dem Rücken oder Deckel abgelegte Bücher können nicht gescannt und entwertet werden, landen somit auch nicht im Rückgabesystem.

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Intelligente Regale automatisieren ab sofort die Buchrückgabe in der Stadtbücherei Warendorf. Wichtig dabei jedoch: Sie müssen senkrecht stehen. Auf dem Rücken oder Deckel abgelegte Bücher können nicht gescannt und entwertet werden, landen somit auch nicht im Rückgabesystem. Foto: Stadt Warendorf

Nach und nach werden sie beseitigt, die Spuren, die die Corona-Pandemie in der Stadtbücherei hinterlassen hat. Leer gefegte Magazinständer, gesperrte Sitzbereiche, das Hinweisschild am Eingang: „Rückgabe nur über die Außenrückgabe“. Denn die Bücherei öffnet nicht mehr nur im Normalbetrieb ihre Pforten – sie renoviert ebendiese und beginnt mit der Umsetzung des neuen Raumkonzepts, das die Einrichtung als Ort der Begegnung und als attraktiven Aufenthaltsort aufwertet.

Sie soll ein moderner Treffpunkt für „Lesehungrige“ und „Wissensdurstige“ werden: Die Stadtbücherei Warendorf will sich weiterentwickeln zu einem Ort der Begegnung, des Miteinanders, aber auch der Ruhe. Die Corona-Pandemie hat die Arbeit zwar ausgebremst, doch nun sind die ersten Schritte getan. Und die können sich sehen lassen: Die corona-bedingte vollständige Außenrückgabe ist Geschichte, denn neue „intelligente Regale“ stehen nun im Innenbereich bereit, um ausgelesenes Schmökermaterial wieder in Empfang zu nehmen.

Das funktioniert dann voll automatisiert: Sensoren in den Regalen scannen die abgelegten Bücher und buchen sie automatisch zurück ins System. Wichtig dabei jedoch: Sie müssen senkrecht stehen. Auf dem Rücken oder Deckel abgelegte Bücher können nicht gescannt und entwertet werden, landen somit auch nicht im Rückgabesystem. Die Bestätigung des Eingangs erfolgt digital über Bildschirme, die an den Regalen montiert sind. Per Mail wird in einem letzten Schritt dann eine Rückgabequittung an die im Benutzerkonto hinterlegte E-Mail-Adresse versendet.

Erst dann werden die Mitarbeiter der Bücherei involviert: Einsortieren, das können die neuen Regale noch nicht.

„Wir sind froh, dass wir endlich das neue Rückgabesystem in Betrieb nehmen können. Es erlaubt uns, die Rückgabe wieder in den Innenbereich zu verlagern, denn jetzt können wir auch hier endlich den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Außerdem haben die Kunden nun an den Bildschirmen direkt einen Überblick über ihre gerade zurückgegebenen Medien“, sagt Birgit Lücke, Leiterin der Stadtbücherei.

Außerhalb der regulären Öffnungszeiten steht die Außenrückgabe jedoch auch weiterhin zur Verfügung.

Rund 22 000 Euro haben die intelligenten Regale gekostet, ein Großteil davon wurde mit Fördermitteln des Programms „Neustart Kultur“ finanziert.

Das von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien ins Leben gerufene Pilotprojekt soll helfen, Kulturbetrieb und kulturelle Infrastruktur dauerhaft zu erhalten.

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