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Mobile Hygieneschleusen made in Beckum

Interessant für Open-Air-Events

Warendorf/Beckum

Vor allem die Handhygiene werde die Menschen auch in der Zeit nach der Pandemie beschäftigen, ist Markus Lenz, Geschäftsführer der Firma Frontmatec in Beckum, überzeugt. Das Unternehmen hat jetzt, gemeinsam mit einer Partnerfirma, eine mobile Hygieneschleuse entwickelt, die unter freiem Himmel zum Einsatz kommen kann.

Von Joke Brockerund

Obwohl die dritte Welle der Corona-Pandemie nur langsam verebbt, machen sich kluge Köpfe längst Gedanken über die Zeit nach der Pandemie. „Selbst wenn die Mehrheit der Bevölkerung geimpft sein sollte, wird das Virus uns noch lange begleiten“, sind der Freckenhorster Marcus Lenz, Geschäftsführer bei Frontmatec in Beckum, und Jessica Berenbrinker, Marketingleiterin des Unternehmens, überzeugt. Mund- und Nasenschutz müssten gewiss vorerst weitergetragen, Desinfektionsmittel auch in Zukunft benutzt werden.

Die Corona-Zeit hat das Unternehmen, das weltweit Personalhygienesysteme, Messerhalter- und Schürzenreinigungsanlagen für Fleischbetriebe sowie ergonomische Arbeitshilfen unter der Marke ITEC vertreibt, effektiv genutzt. Am Firmensitz in Beckum wurde die „ITEC World“ eingerichtet, ein Showroom, in dem künftig Webinare angeboten werden, in denen Kunden sich über das Portfolio des Unternehmens informieren, Reinigungsbecken und Hygieneschleusen in Augenschein nehmen können. Mit Blick auf das erweiterte Klientel – seit Beginn der Pandemie sieht sich das Unternehmen immer häufiger mit Anfragen aus Schulen, Verwaltungen, Dienstleistungsbetrieben oder Krankenhäusern konfrontiert – entwickelte Frontmatec, gemeinsam mit der PHT-Group als Partner, zudem eine mobile Hygieneschleuse.

Um den Ansprüchen der Corona-Pandemie zu genügen, berücksichtigt diese drei Faktoren: Temperaturmessung, Maskenerkennung und Handdesinfektion.

Die mobile Hygieneschleuse „Clean Guard“ besteht aus zwei transparenten Seitenwänden, die durch ein Drehkreuz verbunden sind. An einer der Seitenwände ist ein Scanner zur kontaktlosen Messung der Körpertemperatur montiert, der zudem über ein Gesichtserkennungs-System verfügt, das den korrekten Sitz der Mund-Nasenschutzmaske kontrolliert. Daneben befindet sich, wie Jessica Berenbrinker erläutert, das Handdesinfektionsgerät „Inlet Control“, das die Hände kontaktlos desinfiziert. Sofern die Körpertemperatur in Ordnung ist, die Maske sitzt und die Hände desinfiziert sind, wird das Drehkreuz entsperrt.

Nicht nur in Flughäfen, Bahnhöfen, Eventcentern oder in der Industrie, sondern auch bei Open-Air-Veranstaltungen könne die mobile Hygieneschleuse, die natürlich konfigurierbar sei, zum Einsatz kommen, sagt Marcus Lenz und verweist auf erste Anfragen aus Tiflis (Georgien) und der Schweiz. Auch der Vertrieb durch PHT in Deutschland habe bereits begonnen. Gerade dort, wo man keine Möglichkeit habe, Handdesinfektionsgeräte aus Edelstahl oder Scanner zu installieren, etwa an Stränden, auf Marktplätzen oder bei Kirmesveranstaltungen auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz in Ahlen oder dem Lohwall in Warendorf, sowie in unüberwachten Eingangsbereichen, sei die mobile Hygieneschleuse interessant. Eventveranstalter könnten sie ihren Kunden sogar mit vermieten.

Selbst wenn eines schönen Tages auf Masken verzichtet werden könne, werde der „Clean Guard“ wohl weiterhin seine Daseinsberechtigung haben. „Eine gewisse Handhygiene wird bleiben“, ist Lenz überzeugt. Er kann sich vorstellen, dass die mobilen Hygieneschleusen dann beispielsweise bei (Schützen-)Festen im Küchenbereich zum Einsatz kommen könnten. Die Schleuse könne dort beispielsweise sicherstellen, dass sich Küchen-Mitarbeiter nach einem Toilettengang die Hände gründlich desinfizieren.