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Fünf Warendorfer Radsportler fahren zum Hamburger Hafen

Kaffee klimaneutral transportiert

Warendorf

Fünf Warendorfer Radsportler haben sich am Freitagmittag auf den Weg nach Hamburg gemacht. Ihr Ziel ist der Hamburger Hafen, denn dort holen sie 100 Kilogramm Kaffee ab, der mit einem Segelschiff klimaschonend importiert worden ist.

Von Ulrich Lieber

Zwei Familien – eine Mission. Michael Stählker, Martin Stählker, Bernd Köster, Simon Stählker und Simon Köster haben sich am Freitagmittag auf den Weg gemacht, um mit dem Fahrrad 100 Kilogramm Kaffee aus Hamburg abzuholen. Foto: Ulrich Lieber

Für viele Warendorfer beginnt der Tag mit einer frischen Tasse Kaffee. Allerdings hat der Wachmacher meistens eine lange Reise hinter sich und dabei auch reichlich CO2-Ausstoß verursacht. Fünf WSU-Radsportler wollen ein Zeichen setzen und 100 Kilo Kaffee klimaschonend nach Warendorf transportieren. „Wir saßen nach einer Rennradtour in der Röstbar in Münster. Ein Freund erzählte mir, dass sie Kaffee mit dem Fahrrad von Rotterdam nach Hamburg gebracht hatten. Das wollten wir auch für Warendorf umsetzen“, berichtet Bernd Köster, Abteilungsvorsitzender der Radsportler.

Bernd Köster, Vorsitzender der WSU-Radsportabteilung

Aus der Idee wurde ein Projekt und Mitstreiter standen schnell parat. „Wir wollen CO2-freien Kaffee und haben Kontakt zum Segelwerk aufgenommen“, sagt Bernd Köster. Das Segelwerk importiert Kaffee aus Honduras mit einem Segelschiff, das in Hamburg anlegt. Zufälligerweise hat die Kosterei aus Warendorf bereits eine Verbindung zum Segelwerk. „Wir holen 100 Kilo fair gehandelten und klimaschonend transportieren Kaffee, der dann in der Kosterei in Warendorf geröstet wird.“

Kaffeefahrt der WSU Foto: Ulrich Lieber

Am Freitagmittag ging es für die fünf Radsportler los, die 580 Kilometer absolvieren werden. Die Schwierigkeit ist dabei, dass sie ein Lastenrad und auf der Rückfahrt auch noch einen Anhänger transportieren müssen. Das Lastenrad kann 50 Kilo aufnehmen, die restlichen 50 Kilo werden in einen Anhänger gepackt, den sie in Hamburg erhalten. „Mit dem Lastenrad 25 Stundenkilometer zu erreichen, ist sehr sportlich. Unser Zielschnitt sind 20 Stundenkilometer“, sagt Michael Stählker, der zum Start das Lastenrad fährt. Aber während der Fahrt wird diese Last verteilt und untereinander gewechselt.

Die Fahrräder sind Privatbesitz, und auch die ganze Tour wird privat organisiert. „Wir nehmen Übernachtungen und Essen auf die eigene Kappe“, erklärt Bernd Köster. Geplant waren am Freitag 90 Kilometer, am Samstag 150 und am Sonntag 30 Kilometer zur Erholung. Die Rückfahrt soll dann mit zwei Touren zu jeweils 150 Kilometern erfolgen. Die Rückkehr ist für Dienstagabend um 19 Uhr geplant. „Aber wird haben den Mittwoch noch als Puffer eingebaut.“

Kaffeefahrt der WSU Foto: Ulrich Lieber

WSU-Präsident Ralf Sawukaytis ließ es sich nicht nehmen, das Quintett persönlich zu verabschieden und zeigte sich begeistert vom Engagement der Radsportler. Als kleines Dankeschön hatte er Einladungen zum Jubiläumsfest der WSU am 13. August mitgebracht.

„Für uns ist das echt ein Abenteuer und guter Gesprächsstoff für Warendorf“, schmunzelt Bernd Köster. Das Team setzt sich übrigens aus Mitgliedern von zwei Familien zusammen. Simon Köster, Martin Stählker und Simon Stählker runden die Mannschaft ab, die sich CO2-neutral auf die Reise gemacht hat. Klimaschonender kann Kaffee wohl nicht transportiert werden.

Das Segelwerk

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