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Anne Kieskemper erste Frau im WaKaGe-Senat

Karnevalisten personell neu aufgestellt

Warendorf

Historische Herausforderungen brachte Corona für die WaKaGe. Eine einmalige Entwicklung brachte die Mitgliederversammlung: eine Senatorin.

Von Stephan Ohlmeier

Den Senat der WaKaGe bilden (v.l.) Bernd Wiese, Kai von Stockum, Thomas Steinhoff, Frank Gerding, Dirk Tönnies, Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Volker Brügge und Tom Wällering.  Foto: Stephan Ohlmeier

Personell neuformiert und voller Vorfreude auf die fünfte Jahreszeit möchte die Warendorfer Karnevalsgesellschaft (WaKaGe) nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder durchstarten. Auf der Mitgliederversammlung im Hotel „Im Engel“ stellten sich Michael Grothues als erster Vizepräsident und Säckelmeister Peter Lackamp nicht zur Wiederwahl.

Beide waren seit 2008 Mitglied des Senats und hatten im Folgejahr ihre aktuellen Funktionen übernommen. „Ich kann jeden nur ermutigen: Engagiert euch für den Verein“, sagte Michael Grothues. Mit stehenden Ovationen und Fotocollagen wurde das Duo verabschiedet.

Eine Frau für den Senat

Zu ihren Nachfolgern wurden Volker Brügge als erster Vizepräsident und Frank Gerding als Säckelmeister gewählt. Neuer Hofmarschall ist Tom Wällering und mit Anne Kieskemper soll erstmals in der Geschichte der WaKaGe eine Frau im Senat mitwirken. Ihre Wahl als zweite Senatorin zur besonderen Verfügung wurde jedoch aufgrund eines persönlichen Schicksalsschlages um ein Jahr verschoben. „Eine Wahl soll eine Freude sein“, betonte WaKaGe-Präsident Hermann-Josef Schulze-Zumloh. Die neu geschaffenen Funktionen des Adjutanten und Ausrufers übernehmen Thomas Steinhoff und Kai von Stockum. Als Beisitzer wurden Bastian Grothues und Linda Weissink, die Frank Hülsbusch als Oberhofsängerin ablöst, berufen. Die Kasse prüft Michael Feidieker.

Hermann-Josef Schulze-Zumloh blickte auf eine von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägte Session zurück. Nach dem gelungenen Auftaktfest seien die Inzidenzzahlen immer weiter gestiegen und die positive Stimmung umgeschlagen. Nach intensiver Diskussion habe sich die WaKaGe daher entschieden, keinen neuen Prinzen zu proklamieren. Um zumindest ein wenig Karnevalsstimmung zu verbreiten, habe man „Warendorf Alaaf“ mit Bernd Stelter aufgezeichnet und den Balletts die Möglichkeit gegeben, sich zumindest online zu präsentieren.

Präsident Hermann-Josef Schulze-Zumloh

Weiterhin sei Kreisdechant Peter Lenfers dabei unterstützt worden, seine Predigten der Kirchenmaus als Buch zu vertreiben. Die Erstauflage von 500 Stück sei mittlerweile vollständig vergriffen und der Erlös werde gespendet. In trauriger Erinnerung bleibe Altweiber 2022, dem Tag, als Wladimir Putins Angriffskrieg auf die Ukraine begann. Um ein Zeichen für die Gemeinschaft und den Frieden zu setzen, habe sich die WaKaGe dazu entschieden, am Karnevalswochenende zu feiern. Dass sich nahezu alle Teilnehmer mit Corona infizierten und Warendorf in der Folgewoche landesweit die höchsten Infektionszahlen hinter Köln hatte, zeige: „Wo wir sind, ist vorne.“

Der scheidende Säckelmeister Peter Lackamp konnte eine finanziell solide Lage und einen Anstieg der Mitgliederzahl auf 295 vermelden: „Das Ziel bleiben 500 Mitglieder.“ Ebenso gab Lackamp ein 30-Liter-Fass Bier aus der Vereinskasse für die durstigen Narren frei. Im Anschluss wurde die Satzung der Warendorfer Karnevalsgesellschaft an die aktuelle Rechtslage und teilweise redaktionell wie inhaltlich angepasst. Die Berichte der Formationen waren von corona-konformen Aktivitäten geprägt.

500 Mitglieder bleiben das Ziel

Wie Volker Brügge erläuterte, plane die WaKaGe am 17. September ein Sommerfest, ehe am Elften im Elften die fünfte Jahreszeit beginne. Tags darauf finde das große Auftaktfest der WaKaGe statt, ehe am 21. Januar endlich der Nachfolger von Frank Hülsbusch – dem Prinzen für die Ewigkeit – proklamiert werden solle: „Unser Prinz in Lauerstellung steht weiterhin bereit.“ Der Straßenkarneval beginne am 16. Februar mit Altweiber und erlebe seinen Höhepunkt beim Rosenmontagsumzug am 20. Februar.

Derweil warf Hermann-Josef Schulze-Zumloh bereits den Blick auf das Jahr 2024, in dem 111 Jahre Prinzen in Warendorf gefeiert werden solle. Neben einem Bildband plane das Organisationsteam einen Festakt im Theater am Wall und eine Ausstellung im Modehaus Ebbers. Spenden für das Jubiläum seien herzlich willkommen: „Es ist ein Geburtstag der gesamten WaKaGe.“

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