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Everwordschule setzt Zeichen für den Frieden

Kinder schreiben Brief an Putin

Freckenhorst

Über 300 Kinder beteiligten sich an der Friedensaktion in Freckenhorst. Die Everwordschüler zogen gemeinsam von der Schule zur Stiftskirche, und auch eine Abordnung der Kita Wichtelhöhle war dabei. Gemeinsam setzten sie ein Zeichen für den Frieden.

Von und

Auf der Wiese vor der Stiftskirche bildeten mehr als 300 Kinder einen großen Kreis. Der Regenbogen (kl. Foto) wurde symbolisch von den Schülern bei der Wanderung zur Stiftskirche vorneweg getragen, Foto: Ulrich Lieber

Während in Warendorf alle Schulen zum Lohwall zogen, um für den Frieden zu demonstrieren, beteiligte sich die Everwordschule in Freckenhorst mit einer eigenen Friedens-Aktion. Um 8.30 Uhr setzten sich alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern in Bewegung, um von der Everwordschule zur Stiftskirche zu gehen. Die ersten Schüler trugen einen großen Regenbogen vor sich her. „Jede Klasse trägt ein Friedenslicht“, erklärte Schulleiter Guido Stricker.

Fremdsprachenlehrerin Luidmyla

Am Kirchplatz angekommen bildeten die Schüler auf der Wiese einen großen Kreis. Auch eine Abordnung von der Kita Wichtelhöhle beteiligte sich an der Aktion. „Die Kinder beschäftigt das Thema. Sie haben viele Fragen“, sagte Stricker. „Dieser doofe Krieg soll aufhören“, sagte ein Kind.

Guido Stricker begrüße alle Teilnehmer: „Es ist schön, dass sich so viele Kinder auf den Weg gemacht, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen.“ Die Kinder stellten die Friedenslichter in die Mitte. Auf der Wiese sang die Klasse 4b das Lied „Wozu sind Kriege da?“, die Klasse 2b trug ein Friedensgedicht vor, und die Klasse 1a hatte einen Brief an Putin geschrieben. „Stopp, lass das. Krieg ist keine Lösung. Frieden ist für alle besser.“ Die Klasse 4a hatte Friedenstauben mitgebracht und trug ein Friedensgedicht vor.

Der emotionale Höhepunkt war dann der überraschende Gruß von Luidmyla, die mit ihrer Familie aus der Ukraine geflohen ist und seit einer Woche in Freckenhorst lebt (Bericht auf Seite 3). „Es ist schön, dass Ihr hier guten Morgen sagen könnt. Ich möchte mich sehr für die Solidarität bedanken. Krieg ist eine schlechte Situation, aber jeder Krieg hat einen Anfang und ein Ende“, sagte die Fremdsprachenlehrerin und kämpfte dabei mit den Tränen.

Zum Abschluss sangen alle „Wir wollen Frieden für alle“ begleitet von Reinhild Holzmüller (Gitarre) und Frauke Hübner (Flöte). Die Kinder holten die Friedenslichter wieder ab und gingen zurück zur Schule.

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