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Großteil stammt aus den 80er Jahren

Kläranlage muss saniert werden

Freckenhorst

Ein Großteil der Freckenhorster Kläranlage stammt aus den 80er Jahren. Mittlerweile besteht dringender Sanierungsbedarf. Die entsprechenden Planungen wurden nun im Betriebsausschuss beschlossen.

Ein Gutachten hat die Mängel in der Freckenhorster Kläranlage aufgezeigt. Im Betriebsausschuss wurden nun die entsprechenden Planungen beschlossen, und im nächsten Jahr soll die Entwurfsplanung vorgestellt werden. Foto: Ulrich Lieber

Die Freckenhorster Kläranlage ist in die Jahre gekommen. Es besteht Sanierungsbedarf- Darum wurde im Betriebsausschuss der Auftrag zur Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung beschlossen. „Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr die Entwurfsplanung vorstellen können. Es hängen auch Fördergelder daran, darum müssen wir sehr schnell arbeiten“, sagt Betriebsleiter Thomas Meier.

Thomas Meier, Betriebsleiter

Ein Großteil der Anlagenteile stammt aus den 80er Jahren. Wegen des fortgeschrittenen Alters wird in den kommenden Jahren ein zunehmender Reparatur- und Erneuerungsbedarf erwartet. Um zu erreichen, dass die eingesetzten Finanzmittel gebührentechnisch optimal eingesetzt werden, wurde eine Konzeptstudie zur Bestands- und Zustandsaufnahme in Auftrag gegeben, um den kurz- und mittelfristigen Sanierungsbedarf zu ermitteln und eine erste Sanierungseinschätzung zu erarbeiten. Diese wurde bereits Ende vergangenen Jahres vorgestellt.

„Das Becken war der Auslöser. Als wir dort die Mängel erkannt hatten, haben wir uns die gesamte Anlage angesehen“, erklärte Thomas Meier. Im Gutachten wird beispielsweise die ungünstige Anströmung bemängelt, die im Rahmen der Sanierung grundlegend geändert werden sollte. Zudem sollen die Überlaufschwellen um 50 Zentimeter erhöht werden.

Erhebliche Betriebsprobleme gibt es auch im Regenwasserpumpwerk, in dem die Pumpen bereits aufwendig repariert worden sind. Hier empfehlen die Gutachter einen Umbau zur gedeckten Kammer als Edelstahlkonstruktion, eine hydraulische Optimierung der Störungslammen und eine Optimierung der Schaltung. Als Alternative zur Sanierung ist auch ein Neubau des Pumpwerkes möglich, das zwar mit hohen Kosten verbunden, aber zukunftssicher ist.

Saniert werden muss auch das Regenrückhaltebecken. Hier fehlt Abdichtung, und die ursprüngliche Sickerzone ist offenbar nicht mehr funktionstüchtig. Als Varianten werden ein Neubau oder ein Umbau empfohlen. Allein die Sanierungskosten liegen bei rund 3,5 Millionen Euro netto, dazu kämen weitere 3,8 Millionen Euro netto für Schneckenpumpwerk und Retentionsbodenfilter. „Es ist ein großes Projekt, das im Kleinen etwa das ist, was im Großen in Warendorf gemacht wird.“

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