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Immunzertifikat und Impfen in Warendorfer Apotheken

Kleine Karte öffnet Türen

Warendorf

Die Immunkarte ist eine hervorragende Alternative zum Smartphone, denn mit ihr kann jeder nachweisen, dass er geimpft ist. Während das Handy schon mal keine Akkuleistung mehr hat, ist die Karte immer griffbereit.

Von Ulrich Lieber

Apotheker Marek Nagorny präsentiert die Immunkarte, die in der Löwen-Apotheke Immunzertifikat heißt. Sie wird innerhalb kürzester Zeit mit einem speziellen Drucker vor Ort angefertigt. Foto: Ulrich Lieber

Sie handlich, praktisch und öffnet viele Türen. Die Rede ist von der neuen Immunkarte, die als Impfnachweis vorgelegt werden kann. Sie hat die Größe eines Personalausweises und kann damit prima im Portemonnaie oder der Brieftasche mitgenommen werden. „Der QR-Code ist der gleiche, der auf dem Handy ist“, erklärt Apotheker Marek Nagorny. Aber während das Handy schon mal entladen sein kann, ist die Karte immer einsatzbereit.

In der Löwen-Apotheke auf dem Marktplatz wird die Immunkarte seit acht Tagen angeboten, und die Resonanz ist sehr gut. „Bei uns heiß die Karte Impfzertifikat. Die Nachfrage ist sehr groß. Viele kommen direkt nach der Impfung zu uns und lassen sich die Karte erstellen“, berichtet Marek Nagorny.

Die gute Nachfrage bestätigt Eva Altefrohne, PTA in der Adler-Apotheke. Und das nicht nur bei älteren Menschen, die kein Smartphone besitzen. „Auch Leute mit Handy möchten die Karte. Das geht bei uns innerhalb von einer Minute, dann ist die Karte ausgedruckt“, sagt Eva Altefrohne.

In der Sonnen-Apotheke wird die Immunkarte zwar nicht ausgedruckt, aber sie kann hier bestellt werden. „Wir erfassen die Daten mit dem iPad und dann bekommen die Patienten die Immunkarte innerhalb von sieben bis zehn Tagen nach Hause geschickt“, erklärt die pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) Martina Itzek. „Es kommen auch Leute, die sich dreifach absichern wollen, und dann die Nachweise auf dem Handy, der Immunkarte im Impfausweis haben.“

In Milte kann dieser Service nicht angeboten werden. „Wir sind in einem kleinen Dorf, und auch die Nachfrage ist klein“, bedauert Apotheker Asghar Bikmohammadi. Und auch Sabine Vettin von der Kreuzapotheke in Freckenhorst kann die Immunkarte noch nicht anbieten. „Eventuell kommt das noch, aber im Moment haben wir die Karte nicht.“

Seit Mitte Januar dürfen die Apotheken zudem auch impfen, doch das ist mit einem gewissen Aufwand verbunden, den die meisten Apotheken in Warendorf nicht leisten können. „Wir wollen auf keinen Fall impfen. Dazu habe ich werde die Räumlichkeiten noch das Personal“, sagt Sabine Vettin. Das gilt auch für Milte: „Wir sind nur zwei Personen, das schaffen wir nicht“, erklärt Asghar Bikmohammadi. Die Adler-Apotheke und die Sonnen-Apotheke sehen es ähnlich. „Es läuft ja ganz gut in den Arztpraxen. Wir wollen es davon abhängig machen, wie groß der Bedarf ist“, schließt Martina Itzek das Impfen für die Zukunft zumindest nicht aus.

Ganz anders sieht es in der Löwen-Apotheke aus. „Wir werden Impfen anbieten, sobald alle Mitarbeiter die Schulung absolviert haben. Wir haben einen Extraraum und auch einen Anschluss zum RKI“, sagt Marek Nagorny. Derzeit sei die Apotheke dabei, die Voraussetzungen für das Impfen zu schaffen. „Voraussichtlich werden wir es ab Februar anbieten können.“

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