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Malteser sind zurück aus Rumänien

Kollegen brauchen Unterstützung

Warendorf/Baia Mare

Es sind alltägliche Dinge, über die sich die Bewohner des Altenheims in Baia Sprie freuen: Saft, Kekse, Seife oder Shampoo. Aber nicht nur ihnen half der Besuch der Warendorfer Malteser in der Karwoche.

Heiner Schoppmann, Georg Westbeld und Dirk Ohlmeyer (v.l.) besuchten auch Sighet an der Grenze zur Ukraine, hier stehen sie auf der Brücke am Grenzübergang.Dirk Ohlmeyer bei der Übergabe eines Ostergeschenkes an eine Bewohnerin des Altenheimes Foto: Malteser

In der Karwoche waren die Warendorfer Malteser Georg Westbeld, Dirk Ohlmeyer und Heiner Schoppmann mit einem Hilfstransport zu den Maltesern im rumänischen Baia Mare unterwegs. Die rumänischen Kollegen hatten konkret um Hilfe bei der Versorgung der ukrainischen Flüchtlinge gebeten.

Die 1800 Kilometer lange Fahrt ins rumänische Baia Mare verlief problemlos. Nach der Ankunft wurden am Montagvormittag zunächst die Spenden ausgeladen. Am Nachmittag stand ein Besuch bei der Feuerwehr auf dem Programm. Trotz vieler Neufahrzeuge im Fuhrpark, die teilweise durch die EU gefördert wurden, fehlt es immer noch an Ausrüstungsgegenständen. So wurde die mitgebrachte Schutzkleidung gerne angenommen, berichten die Malteser nach ihrer Rückkehr.

Ausrangierte Schultafeln erfüllen ihren Zweck

In der Metro vor Ort kauften die Malteser Lebensmittel und Dinge des persönlichen Bedarfs ein, um diese am Dienstag im Altenheim in Baia Sprie zu verteilen. Der Besuch im Altenheim ist ein fester Programmteil während des Besuches in der Karwoche. „Fast alle Bewohner haben keine Unterstützung, da sie oft alleinstehend sind. So sind die für uns alltäglichen Dinge wie Saft, Kekse, Seife, Shampoo oder Creme immer wieder ein großes Geschenk in der Osterzeit“, berichtet Georg Westbeld. Der Dank für diese persönliche Geste sei mit Worten nicht zu beschreiben; bei allen Beteiligten seien die Augen während dieser Stunden feucht. Ebenfalls am Dienstag wurde die Berufsschule in Baia Sprie besucht. Ausrangierte Schultafeln aus Warendorf dienen dort einem guten Zweck.

Erfreulicherweise haben die rumänischen Malteserkollegen ein neues Grundstück samt Gebäude erstanden, das von den Warendorfern begutachtet wurde. „Auf dem knapp 1000 Quadratmeter großen Grundstück sollen zusätzlich neue Garagen für die Einsatzfahrzeuge errichtet werden“, erfuhr Dirk Ohlmeyer. „Hier ist noch viel zu tun. Da die rumänischen Malteser rein ehrenamtlich arbeiten, wird es noch einige Zeit dauern, bis alle Arbeiten hier erledigt sind“, so Ohlmeyer weiter.

Hilfsgütertransport zum Verteilpunkt

Zum Abschluss des Tages transportierten die Warendorfer Malteser mit dem nun leeren Fahrzeug Kleidung für Flüchtlinge zu einem Verteilpunkt. „Auch vor Ort ist die Spendenbereitschaft riesig. Die Menschen spenden Kleidung und andere Dinge des täglichen Bedarfs, die nun verteilt werden müssen“, erklärt Georg Westbeld.

Am Mittwoch stand ein Besuch in Sighet an der Grenze zur Ukraine an. Die Warendorfer Malteser waren beeindruckt von der guten Organisation vor Ort. Systematisch wurden alle ankommenden Flüchtlinge begrüßt, registriert und mit dem Nötigsten versorgt. Ebenso gab es Hilfe bei der Planung der Weiterreise. Die Schicksale der ankommenden Flüchtlinge gingen den Warendorfer Helfern nahe. „Es ist für uns unvorstellbar, unsere Heimat von einem Tag auf den anderen zu verlassen und nur noch aus dem Koffer leben zu müssen“, erzählt Ohlmeyer nachdenklich. Mit vielen Eindrücken fuhren die Warendorfer wieder zurück nach Baia Mare, um dort noch Osterpakete für bedürftige Familien und für Flüchtlinge zu packen.

Viel zu schnell vergingen die Tage in Baia Mare. Die Warendorfer Malteser sind inzwischen wieder wohlbehalten in die Heimt zurückgekehrt. „Bei den verschiedenen Besuchen können wir immer wieder feststellen, dass die Spenden – egal ob Sach- oder Geldspenden – richtig eingesetzt werden. Wir bedanken uns daher herzlich bei den Spendern, die uns diese Hilfsmöglichkeiten ermöglichen,“ so Ohlmeyer.

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