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Jugendreferenten eingestellt

Krampe: „Der Opa muss jetzt Platz machen“

Freckenhorst/Hoetmar

Die Jugendarbeit in St. Bonifatius & St. Lambertus soll künftig mehr Kontinuität erfahren. Darum verzichtet die Gemeinde nach dem Weggang von Pater Joshy auf die Neubesetzung der Priesterstelle. Stattdessen hat sie mit Lukas Färber einen Jugendreferenten eingestellt.

Von Joke Brockerund

Pfarrdechant Manfred Krampe (l.) und Pastoralreferent Sebastian Bause (r.) begrüßten den neuen Jugendreferenten der Gemeinde St. Bonifatius & St. Lambertus, Lukas Färber, dessen Büro sich im Obergeschoss der Bücherei am Stiftsmarkt befindet, mit Info-Material über die neue Wirkungsstätte Foto: Joke Brocker

„Der Opa muss jetzt mal Platz machen“, flachste Pfarrdechant Manfred Krampe, als er gestern Morgen den neuen Jugendreferenten der Gemeinde St. Bonifatius & St. Lambertus vorstellte. Mit der Einstellung des 23-jährigen Sozialpädagogen Lukas Färber aus Münster möchte sich der Geistliche aus der Jugendarbeit zurückziehen. Vor allem in Hoetmar wurde diese, wie Krampe einräumte, in der Vergangenheit ein wenig stiefmütterlich behandelt.

Waren Pastoralassistenten in der Kirchengemeinde tätig, gehörte die Jugendarbeit zu ihren Aufgaben. Waren keine verfügbar, war es an Pfarrer Krampe und Pastoralreferent Sebastian Bause, die Jugendarbeit in der Gemeinde „mitzumachen.“

Die Jugendarbeit müsse professioneller werden und sich an den Bedürfnissen und der heutigen Situation der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Gemeinde orientieren, sind sich Krampe und die Mitglieder von Kirchenvorstand und des Pfarreirat einig, die im Zuge des Umstrukturierungsprozesses künftig als multiprofessionelles Pastoralteam die Gemeinde leiten wollen (die WN berichteten in der gestrigen Ausgabe). Weil die Jugendarbeit künftig ein Schwerpunkt dieser Arbeit sein und aufgewertet werden soll, müsse das auch „personell unterfüttert“ werden, finden Krampe und Bause.

So habe man in einem Gespräch mit dem Bistum deutlich gemacht, dass man nach dem Weggang von Pater Joshy, der in diesen Tagen in seine indische Heimat zurückkehren wird, keine weitere Priesterstelle wünsche, sondern diese quasi in eine Stelle – de facto eine Halbtagsstelle – für einen Sozialpädagogen umwidmen wolle, der sich um die Jugendarbeit in der Gemeinde kümmert.

In einem Vorstellungsgespräch überzeugte der aus dem Sauerland stammende Lukas Färber die Mitglieder von Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat, aber auch die jungen Erwachsenen, die sich in der Gemeinde engagieren, offenbar gleichermaßen.

Der 23-Jährige hat bis März Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule in Münster studiert und sich seit frühester Jugend in der verbandlichen Jugendarbeit engagiert, etwa bei der KLJB in seinem sauerländischen Heimatort. Färber ist Diözesanleiter der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Diözesanverband Münster und gestaltet beim Synodalen Weg der deutschen Bischofskonferenz die Zukunft der Kirche mit. Als einer von 15 unter 30-Jährigen.

Er freue sich darauf, junge Menschen aktiv dabei zu unterstützen, innerhalb der Kirche mit ihren Themen wahrgenommen zu werden, bemerkte Färber im Pressegespräch. „Es ist ziemlich stark, was hier alles läuft“, beschrieb er seinen ersten Eindruck von der Gemeinde. „Es gibt viel, worauf man gut aufbauen kann und wo ich nur unterstützen muss.“ 20 Stunden pro Woche wird sich Lukas Färber nun um die Jugendlichen in Freckenhorst und Hoetmar kümmern. Sein Büro wird sich in der ehemaligen Wohnung von Pater Joshy über der Bücherei befinden. Erreichbar ist Lukas Färber, der ab Oktober außerdem ein Bachelorstudium Politikwissenschaften und Soziologie in Münster aufnehmen wird, unter der E-Mail-Adresse faerber@bistum-muenster.de.

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