CDU möchte Unfallschwerpunkt entschärfen

Kreisverkehr für Crash-Kreuzung

Hoetmar

In einem offenen Brief hat sich die CDU Ortsunion Hoetmar an Landrat Dr. Olaf Gericke gewandt und sich für die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung der Landstraße 547 und Kreisstraße 20 stark gemacht.

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Wünschen sich einen Kreisverkehr an der unfallträchtigen Kreuzung L 547/K 20 in Hoetmar (v. l.): CDU-Ratsherr Paul Schwienhorst, Peter Molitor als Vorsitzender der CDU Ortsunion Hoetmar und CDU-Ratsherr Stephan Ohlmeier. Foto:

In einem offenen Brief hat sich die CDU Ortsunion Hoetmar an Landrat Dr. Olaf Gericke gewandt und sich für die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung der Landstraße 547 und Kreisstraße 20 stark gemacht. Die Ende November letzten Jahres vorgenommene Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit aus beiden Fahrtrichtungen auf Tempo 50 könne nur ein erster Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sein.

„Seit Anfang der 1990er-Jahre ist der Kreuzungsbereich als Unfallschwerpunkt aufgefallen. Oft kommt es hier zu Zusammenstößen eines aus der Kreisstraße querendenden oder einbiegenden Fahrzeugs mit einem Geradeausfahrer auf der Landesstraße“, sagt CDU-Ratsherr Stephan Ohlmeier. Auch die Installation einer fest installierten Radaranlage im Jahr 2018 habe zu keiner nennenswerten Reduzierung der Unfallzahlen geführt und die Kreuzung nicht sicherer gemacht.

„Die Kreuzung stammt aus den 1960er-Jahrn und würde in der heutigen Zeit aufgrund veränderter Anforderungen an die Verkehrsplanung und den Verkehrsfluss so nicht mehr gebaut“, ist CDU-Ratsherr Paul Schwienhorst überzeugt. Viele Mitbürger würden der CDU Ortsunion Hoetmar regelmäßig zurückspiegeln, dass die Kreuzung für viele Verkehrsteilnehmer unübersichtlich und schwer zu überwinden sei.

Dies liege zum Beispiel an der Vielzahl der dort zu beachtenden Vorfahrtsregeln oder der oftmals (gerade zur Zeit des Berufsverkehrs) tief stehenden Sonne. Außerdem drängelten sich oft vor der Kreuzung wartende Verkehrsteilnehmer. Aber auch Radfahrer, darunter viele Kinder aus den Bauerschaften Buddenbaum und Mestrup, scheuten die Kreuzung als kaum beziehungsweise nicht passierbares Hindernis.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich der Kreis Warendorf nach den neuerlichen Verkehrsunfällen im Jahr 2019 erneut mit der Situation an der Kreuzung der L 547 / K 20 beschäftigt und weitere Verbesserungen diskutiert hat“, sagt Peter Molitor, Vorsitzender der CDU Ortsunion Hoetmar. Die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 50 könne jedoch nur ein erster Schritt sein, um die Kreuzung dauerhaft sicherer zu machen. Diesbezüglich verweist er auf die Empfehlung der Unfallkommission für den Kreis Warendorf, die zu weitergehenden Maßnahmen wie die Errichtung eines Kreisverkehrs oder einer Ampelanlage geraten habe.

„Weder für eine Vielzahl unserer Mitbürger noch für uns stellt die Errichtung einer Ampelanlage die optimale Lösung zur Behebung des Unfallschwerpunktes dar. Stattdessen möchten wir uns dafür einsetzen, die Kreuzung durch einen Kreisverkehr nachhaltig zu entschärfen“, sagt Stephan Ohlmeier.

Während eine normale vierarmige Kreuzung – wie in Hoetmar – 32 mögliche Konfliktpunkte habe, seien es bei einem Kreisel lediglich acht. Allein, wenn ein Autofahrer an einer Kreuzung nach links abbiegen möchte, muss er den Gegenverkehr, Fußgänger, Radfahrer und die Ampel gleichzeitig beachten. Anders in Kreisverkehren, wo sich kaum Verkehrsströme überschneiden, Autofahrer vergleichsweise einfache Entscheidungen treffen müssten und hintereinanderfahren würden.

Insgesamt sind sich die Vertreter der CDU Ortsunion Hoetmar einig, dass ein Kreisverkehr den Unfallschwerpunkt an der Kreuzung der L 547 und K 20 nachhaltig entschärfen würde, ohne den Verkehrsfluss wesentlich zu beeinträchtigen. Dass die Errichtung eines Kreisverkehrs im Vergleich zu einer Ampelanlage teurer sei, dürfe kein Argument sein.

Zum einen habe die fest installierte Geschwindigkeitsmesssäule in den letzten Monaten zahlreiche Verkehrssünder erwischt und Bußgelder in die Kassen der Kreisverwaltung gespült. Zum anderen sei die Vermeidung menschlichen Leides, welches Unfallopfern und Angehörigen an der Kreuzung der L 547 / K 20 bislang regelmäßig widerfährt, Grund genug, Landes- und Kreismittel zu investieren.

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