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Spende über 4000 Euro für den Warenkorb

Kühlwagen ist das Sorgenkind

Freckenhorst

Der Warendorfer Warenkorb benötigt dringend einen neuen Kühlwagen. Der Verein „Provinzialer in Westfalen-Lippe helfen“ unterstützte diesen Wunsch nun mit einer Spende in Höhe von 4000 Euro.

Von Ulrich Lieber

Erfreulicher Geldsegen für den Warenkorb (v.l.): Rolf Möllmann, Horst Möllmann, Heiner Schoppmann, Heiner Kraft und Dr. Katrin Peitz bei der Spendenübergabe beim Caritasverband in Freckenhorst. Foto: Ulrich Lieber

Große Freude herrschte am Freitagnachmittag bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Warenkorbes. Dr. Katrin Peitz, Vorstandsmitglied des Vereins „Provinzialer in Westfalen-Lippe helfen“, und Rolf Möllmann, Geschäftsstellenleiter der Warendorfer Provinzial, überreichten 4000 Euro als Spende.

Heiner Schoppmann

„Unser größtes Sorgenkind ist der Kühlwagen. Er ist aus dem Jahr 2008, und der Kühlkastenaufbau ist instabil“, berichtete Horst Möllmann, hauptamtlicher Begleiter des Warenkorbs seitens der Caritas und nicht verwandt mit Rolf Möllmann. Die Werkstatt habe schon mehrfach die Schäden geflickt, aber damit sei es jetzt vorbei. „Sie haben uns gesagt, dass der Wagen stillgelegt wird, wenn nichts passiert.“

Der Warendorfer Warenkorb betreut zurzeit 132 Bedarfsgemeinschaften mit 235 Erwachsenen und 192 Kindern. Die Tafel ist eigenständig, und die Caritas ist der rechtliche Träger. 58 Ehrenamtliche sind im Warenkorb im Einsatz, und sie leisten ihre Arbeit mit Freude, wie Teamleiter Heiner Schoppmann versichert. „Die meisten sind dankbar, dass ihnen geholfen wird, und dann macht es Spaß.“

Der Warenkorb erhält seine Waren von verschiedenen Geschäften und Discountern. „Wir bekommen Lebensmittel, die sonst vernichtet würden. Wir sind damit Lebensmittelretter“, sagt Schoppmann. Neben Gemüse seien dies auch Waren, deren Mindesthaltbarkeitsdatum nur noch ein oder zwei Tage betrage, die aber natürlich einwandfrei seien.

Damit auch Tiefkühlkost eingesammelt werden kann, darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Der Kühlwagen muss entsprechend mindesten minus 7,5 Grad Temperatur aufweisen. Das werde entsprechend vor der Verladung kontrolliert.

Rolf Möllmann hatte dem Verein der helfenden Provinzialer den Warenkorb als Spendenempfänger vorgeschlagen. „Die Caritas ist an mich herangetreten und mir mitgeteilt, dass der Warenkorb einen neuen Kühlwagen braucht“, berichtete Rolf Möllmann. Diesen Wunsch habe er an den Vorstand weitergeleitet.

„Wir reden über einen Gebrauchtwagen und freuen uns, dass wir Unterstützung bekommen“, sagte Herbert Kraft vom Vorstand der Caritas. Allerdings sei der Gebrauchtwagenmarkt derzeit grotesk und kaum ein Fahrzeug zu bekommen.

„Jeder Mitarbeiter und jede Geschäftsstelle spendet, und der Vorstand verdoppelt die Summe“, erklärte Dr. Katrin Peitz das Prinzip. Alle Spenden werden im Bereich Westfalen-Lippe verteilt. „Wir merken, dass wir auch vor Ort unterstützen müssen. Darum tun wir es da, wo unsere Kunden wohnen.“ In jedem Jahr werden rund zwölf Tafeln unterstützt, jede Tafel im Gebiet werde etwa alle vier Jahre wieder berücksichtigt. Aber es werden auch andere Einrichtungen wie Hospize, Obdachlosenhilfen oder Alzheimergesellschaften unterstützt. „Ich bin immer gerührt, mit wie viel Herzblut ehrenamtlich geholfen wird.“

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