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Corona contra Veranstaltungskalender

Kulturbetrieb weiter eingeschränkt

Warendorf

Weil die Corona-Pandemie ihr „Engagement“ verlängert hat, wird es bis zum 30. Juni keine Theateraufführungen oder Konzerte im Theater am Wall geben. Auch andere kulturelle Veranstaltungen fallen flach.

Joke Brocker

Der Kulturbetrieb ruht: Bis zum 30. Juni wird es im Theater am Wall keine Veranstaltungen geben. Foto: Stadt Warendorf

Corona statt Marie Séférian-Quartett. Corona statt Goethes Faust. Corona statt Lesung mit Ger-brand Bakker. Ob Konzert, Theaterstück oder Lesung – im Kulturbetrieb spielt seit einem Jahr Corona die Hauptrolle. Und leider hat die Pandemie ihr „Engagement“ verlängert. Die Stadt Warendorf sieht sich daher gezwungen, im Konsens mit dem TaW-Verein den Spielbetrieb im Theater am Wall bis zum 30. Juni zu untersagen. Doch nicht nur „Goethes Faust“ oder „Pünktchen und Anton“ fallen Corona zum Opfer. Durch die Veranstalter verschoben, abgesagt oder durch digitale Formate ersetzt werden, wie einer Vorlage zu entnehmen ist, die der Rat am Donnerstag zur Kenntnis nahm, auch das Passionskonzert des Projektchores Sassenberg in der Klosterkirche, die Lesungen der Stadtbücherei mit Anja Rützel und Gerbrand Bakker sowie die Krüßing-Kirmes und der Kunstmarkt in Freckenhorst im Mai. Anders als in der Aufstellung der Verwaltung vermerkt, hat der Arbeitskreis Krüßing allerdings die Theateraufführung im Kreuzgang am 7. Mai noch nicht abgesagt, wie ein Mitglied des Arbeitskreises auf Anfrage bestätigte.

Tatsächlich gibt es auch einige andere Veranstaltungen, die gemäß aktuellem Kenntnisstand unter Einhalt der geltenden Hygiene- und Kontaktbestimmungen sowie Abstandsregelungen möglicherweise stattfinden können. Dazu gehören der Büchermarkt im Pfarrheim St. Josef am 17. April, der Fahrradmarkt auf dem Kirchplatz von St. Laurentius am 24. April, die VHS-Veranstaltung „Mein Leben mit Mozart“ am 25. April in der Aula der Von-Ketteler-Schule, die Galeriekonzerte am 2. Mai im Sophiensaal und am 13. Juni in der Stiftskirche, der Preis der Besten auf dem DOKR-Gelände am 14. Mai und das Orgel-Dinner der Freckenhorster Werbegemeinschaft am 25. Juni im Kreuzgang in Freckenhorst. Weil es gegenwärtig „noch keine sicheren Bestimmungen und Erkenntnisse gibt, die eine Absage angezeigt erscheinen lassen“, geht die Stadt derzeit noch davon aus, dass die Veranstaltung „Garten und Ambiente“ (23. bis 25. April) im Landgestüt, die Warendorfer Weinstraße (4. bis 6. Juni), der Hoffnungslauf (29. Mai) sowie diverse Schützenfeste im Mai und Juni stattfinden können. Ganz anders sieht das bekanntlich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der als selbst ernannter Schützenfest-Experte erst kürzlich erklärt hatte, dass Schützenfeste vorerst nicht verantwortbar seien.

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