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Gute Erfahrung motiviert für die Zukunft

Lau-Projekttage: Lernen fürs Leben

Warendorf

Für manche Schülerinnen und Schüler am Laurentianum war es eine ganz neue Erfahrung – das gemeinsame Arbeiten an einem Thema und vielleicht sogar an einem außerschulischen Lernort im Rahmen der Projektwoche sorgte für Begeisterung für diese Art des Lernens. Das Fazit: Für die Zukunft sollte das projektartige Lernen mehr in den Unterricht eingebaut werden.

Von und

Die Projektgruppe „Französisch kochen“ zauberte Leckereien aus Frankreich – und natürlich testete das Team am Ende seine Kochkünste. Auch im Rahmen der Projektpräsentation stellten die Gruppe ihre französische Küche vor und sorgte für gute Verpflegung. Einige Projektgruppen besuchten auch außerschulische Orte, darunter die Moschee Foto: Laurentianum

Das war nach der langen Pandemiezeit mit so viel Homeschooling eine neue Erfahrung: Drei Tage lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen am Gymnasium Laurentianum gemeinsam an einem Projekt und präsentierten ihre Projektergebnisse am Ende des Schuljahres der Schulgemeinde. „Sich so lange außerhalb der zeitlichen Zwänge des täglichen Unterrichts in verschiedenen Projekten ausprobieren zu können, kreativ sein zu können und ganz neue Erfahrungen zu machen, war für die meisten Schülerinnen und Schüler ein ganz neues Erlebnis – lagen doch die letzten Projekttage einige Jahre und eine Corona-Pandemie lang zurück“, zieht das Laurentianum in einer Pressenotiz Bilanz.

Für jede Jahrgangsstufe war im Vorfeld eine Überschrift festgelegt worden, unter der verschiedene Projekte angeboten wurden. Von „Meine Heimat“ über „Wasser“, „Ich und die anderen“, „Medien“, „Berufsorientierung“ bis hin zu „Europa“ und „Frieden“ wurde ein breites Themenspektrum abgedeckt, sodass für jeden etwas dabei war.

Außerschulische Lernorte besucht

Einige Projektgruppen besuchten außerschulische Lernorte wie einen Bauernhof und eine Moschee, oder sie pilgerten gemeinsam von Osnabrück nach Münster. Andere machten gemeinsam Musik oder bauten Modelle (beispielsweise die internationale Raumstation ISS), während wieder andere sich mit gesellschaftlichen Fragen und gesellschaftlichem Engagement beschäftigten oder Probleme und Herausforderungen der neuen Medien thematisierten. Auch der Blick über die Region hinaus nach Europa und ganz allgemein der Frieden in der Welt waren Themenfelder der diesjährigen Projekttage.

„Das projektartige Arbeiten“, so Schulleiter Malte Prigge, „kommt im Schulalltag leider häufig zu kurz. Dabei bietet es die Chance, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Erfahrung zu machen, dass die Beschäftigung mit einem komplexen Thema viel Spaß machen kann und etwas gelernt werden kann.“

Ein besonderes Angebot stellte das Projekt „Meine Wirkung auf andere“ dar, das von Johanna Heinke und Michel Haffner (beide Q1) angeboten wurde und selbstständig konzipiert und durchgeführt wurde. Bei der abschließenden Präsentation führten die Teilnehmenden souverän durch die selbst erstellte Ausstellung mit Hinweisen und Tipps zu gelungener Rhetorik und Körpersprache – alle Tipps berücksichtigend und alle selber um ein kleines Stück gewachsen.

Besuch in einer Moschee Foto: Laurentianum

Aber auch die Ergebnisse anderer Projekte wurden von den Mitmachenden am Ende im pädagogischen Zentrum, in den Klassenräumen und auf dem Schulhof lebendig der gesamten Schulgemeinde präsentiert, darunter viel Informatives – verpackt in Theorie oder auch in einem praktischen Format wie einem Podcast oder einer Simulation einer Europaratssitzung. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt, bot die Projektgruppe „Französisch kochen“ im pädagogischen Zentrum doch Leckeres aus der französischen Küche an. Alle konnten mit Recht stolz auf das Erreichte sein. Und auch Schulleiter Malte Prigge war begeistert: „Wir freuen uns jetzt schon auf die Projektwoche im nächsten Jahr! Die guten Erfahrungen motivieren uns aber auch, das projektartige Arbeiten verstärkt im Unterricht und vor allem in den Lernzeiten einzusetzen. Wir hoffen, damit die besondere Qualität des Ganztags noch erhöhen zu können.“

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