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Empfang und Festakt für 50-Jähriges der WSU

„Lebensmittelpunkt Tausender“

Warendorf

Es ist tatsächlich schon 50 Jahre her, dass die WSU entstand. Samstag feierte sich der größte Sportverein des Münsterlandes.

Von Stephan Ohlmeier

Die Flöckchen der Warendorfer Karnevalsgesellschaft zeigten wie immer mit viel Freude auch im brüllendheißen Festzelt ihren ShowtanzPräsident Ralf Sawukaytis dankte allen, die sich seit 50 Jahren um die WSU und den Sport in Warendorf verdient machen.Thorsten Gräber (r.) und Jörg Greve nutzten die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Sportart und stellten Karateübungen vor. Foto: Stephan Ohlmeier

Wir sind Sport“, unter diesem Motto hat die Warendorfer Sportunion am Samstag im Zelt im Emsseepark ihren 50 Geburtstag gefeiert. Am 6. Juni 1972 aus dem Turnverein Warendorf 1895, dem Sportverein Warendorf 1911 und der DJK Westfalia Warendorf 1918 gegründet, ist die WSU mit ihren 4500 Mitgliedern heute der größte Sportverein im gesamten Münsterland und für die Stadt unverzichtbar.

„Danke für all das, was Ihr in den 50 Jahren für unsere WSU geleistet habt und noch leisten werdet“, dankte Präsident Ralf Sawukaytis den zahlreichen geladenen Gästen beim offiziellen Festakt. Nur Dank des Einsatzes Vieler sei es gelungen, aus drei eigenständigen Vereinen zusammenzuwachsen.

Nach der kurzen Begrüßung begann ein abwechslungsreiches Programm aus Talkrunden und sportlichen Darbietungen. Die WaKaGe-Flöckchen und das große WaKaGe-Ballett wussten mit ihren Show-Tänzen einmal mehr zu begeistern.

Präsident Ralf Sawukaytis im Festzelt

Eine große Bühne gab es aber auch für Sportarten, die sonst weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Während auf der Bühne Karateübungen vorgeführt wurden und Tischtennis gespielt wurde, brauchten die Turnerinnen für ihre akrobatischen Darbietungen den ganzen Gang des Zeltes.

Einblicke in das breite Sportangebot der WSU boten auch das Video von FSJ-lerin Lydia Kahlert, die alle Abteilungen besucht hatte, der Rückblick auf die „Kaffeefahrt“ der Radsportler nach Hamburg und das Imagevideo der Schwimmabteilung.

Derweil blickte Moderator Frank Haberstroh mit den drei Gründungsmitgliedern Barbara Menke, Werner Elpers und Hermann-Josef Vinke auf die Anfangsjahre der WSU zurück. „Die Fusion war überfällig“, war sich das Trio einig. Schon vor der Gründung habe es ein Miteinander der Sportler gegeben, wie es auch heute noch zu spüren sei. Nur eines passte Hermann-Josef Vinke so überhaupt nicht: „Es ist eine mittelschwere Katastrophe, dass die Fußballer in der 1. Kreisklasse spielen. Das muss sich schnellstmöglich ändern.“

Fusion aus Turnverein, Sportverein und DJK Westfalia Warendorf

In einer weiteren Runde diskutierten Bürgermeister Peter Horstmann, Frank Schott als Präsident des Kreissportbundes, der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum und Oberst Rüdiger Jorasch über die Situation der Sportstätten in Warendorf. „Was nicht passieren darf ist, dass unsere Sportstätten wegen der Energiekrise zugemacht werden“, sagte Frank Schott und bekam Sonderapplaus. Der Sport nehme eine wesentliche Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt wahr. Ein Geburtstagsgeschenk gab es vom Oberst Rüdiger Jorasch. Die Bundeswehrsportschule werde auch weiterhin ihre Anlagen für die heimischen Sportvereine öffnen und habe montags und mittwochs noch freie Hallenkapazitäten.

In der dritten Talkrunde stand die Zukunft der WSU im Fokus. Friederike Krabbe und Christoph Schmitz vom WSU-Vorstand sprachen mit Peter Huerkamp als Vorsitzendem des Stadtsportverbandes und Dirk Schellhammer als Sportausschussvorsitzendem. Sie alle hofften, dass die WSU ihre Erfolgsgeschichte in Zukunft fortschreiben wird.

Bürgermeister Horstmann beim Festakt im Sophiensaal

Als „stille Stars“ wurden Detlef Jäger, Anneliese Grothues, Anni Beckmann, Willy Rotthaus, Werner Elpers und Patrick Baune für ihr Engagement um den Sport in Warendorf geehrt. Stehende Ovationen gab es für Fritz Henke, der in den 1970er-Jahren als Brustschwimmer zahlreiche Titel errang – darunter Deutscher Meister über 50 und 200 Meter. Henke wurde zum neuen Ehrenmitglied der WSU ernannt. Abends waren alle Mitbürger eingeladen, im Festzelt den 50 Geburtstag der WSU zu feiern. Auch Guido-Maria Kretschmer ließ es sich nicht nehmen, per Video-Botschaft zu gratulieren und Grüße in seine Heimatstand zu senden.

Am Samstagmorgen hatte Bürgermeister Horstmann die WSU-Spitze während eines Festaktes im Sophiensaal zur Eintragung ins Goldene Buch eingeladen. „Vom Tag der Gründung am 6. Juni 1972 an ist die WSU ein ungemein wichtiger Lebensmittelpunkt tausender Warendorferinnen und Warendorfer“, so Peter Horstmann.

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