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Interkulturelle Öffnung

Lebenswelt der Migranten

Warendorf

Das von der Glücksspirale finanzierte Projekt „Interkulturelle Öffnung – eine Herausforderung in vielen Lebensbereichen“ wurde während einer Fachtagung im Mai 2018 angestoßen und fand jetzt mit einer Multiplikatorenschulung durch die Ethnologin Sandra de Vries seinen Abschluss.

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Am Abschlusstraining mit Sandra de Vries (m.) nahmen (v.l.) Wilhelm Stratmann, Foto: Andreas Poschmann

Allein in Nordrhein-Westfalen hat rund ein Viertel aller Menschen einen Migrationshintergrund oder ist Ausländer. Das hat zur Folge, dass auch in Betrieben und der öffentlichen Verwaltung die Belegschaften immer bunter und vielfältiger werden. Als Schlüsselqualifikation kann hier die interkulturelle Kompetenz helfen, Missverständnissen vorzubeugen sowie Konflikte und Irritationen zu vermeiden.

Da aufgrund der Globalisierung und der demografischen Entwicklung dieses Thema eine Schlüsselkompetenz in der Gegenwart und in der Zukunft ist, hat der Caritasverband im Kreisdekanat Warendorf ein Projekt mit dem Titel „Interkulturelle Öffnung – eine Herausforderung in vielen Lebensbereichen“ durchgeführt. Federführend hatten Herbert Kraft als Vorstand des Caritasverbandes und Ulrike Klemann, Leiterin des Fachdienstes Integration und Migration, Integrationsagentur, das Thema vorangebracht.

Das von der Glücksspirale finanzierte Projekt wurde während einer Fachtagung im Mai 2018 angestoßen und fand jetzt mit einer Multiplikatorenschulung durch die Ethnologin Sandra de Vries seinen Abschluss.

Es haben mehrere Veranstaltungen im Rahmen des Projektes stattgefunden, die zum einen Grundlagenseminare waren, das Arbeiten in interkulturellen Teams betrafen und auch bestimmte Themenbereiche wie Gesundheit, Krankheit und Behinderung im interkulturellen Kontext betrafen. Hierzu waren verschiedene Referenten eingebunden, wie Mariya Lorke, Sandra de Vries, Professor Dr. Sigrid Tschöpe-Scheffler und Wilhelm Stratmann.

Für die Ausbildung der Trainer in Kooperation mit dem katholischen Bildungsforum Warendorf (Haus der Familie), wurde Wilhelm Stratmann, langjähriger Lehrbeauftragter für interkulturelle Kompetenz der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Münster, gewonnen. Stratmann bildete im Rahmen des Projektes zehn Mitarbeiter zu interkulturellen Trainern aus und hat diese intensiv bei der Umsetzung und Weiterentwicklung begleitet. Inhalte waren dabei zum Beispiel der Umgang mit Zeit und Macht, Geschlechterrollen, Wahrnehmung von Stereotypen, Grundlagenwissen zum Islam sowie Studien zur Lebenswelt von Migranten. Die theoretische Ausbildung wurde durch praktische Trainings ergänzt und sowohl im Team, wie auch in kleinen und gemischten Gruppen durchgeführt.

Über das Projektende hinaus bleibt die interkulturelle Öffnung weiterhin beim Caritasverband ein Thema. Durch die zertifizierten Trainer wird die interkulturelle Kompetenz weiter gefördert.

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