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„Top Ten“ in der Buchhandlung Ebbeke

Leseabend macht Lust auf mehr

Warendorf

Viel Spannung erzeugte André Auer bei der Veranstaltung „Top Ten“ und machte damit Lust auf ein außergewöhnliches Leseerlebnis.

Von Rebecca Lek

Viele Gäste folgten der Einladung zum Leseabend „Top Ten“, bei dem André Auer, Reinhard und Marita Hesse (kl. Bild, v.l.) ganz unterschiedliche Bücher vorstellten. Foto: Rebecca Lek

Endlich wieder schmökern hieß es am Montagabend in der Buchhandlung Ebbeke. Nach fast drei Jahren Abstinenz fand zum ersten Mal wieder die Veranstaltung „Top Ten“ statt – und das gleich als Jubiläumsausgabe. „Wir sind froh, dass das Format endlich wieder stattfinden kann“, freute sich Inhaber Reinhard Hesse. Am 29. April 2004 fand die erste Veranstaltung statt und hat sich in Warendorf etabliert. Bei einem leckeren Glas Wein konnten die Zuschauer André Auer lauschen, wie er ausgewählte Textpassagen aus den Buchempfehlungen vorlas.

Auch nach der langen Pause hatten die Warendorfer die Veranstaltung noch gut im Gedächtnis, denn die Buchhandlung war bis auf den letzten Platz besetzt. Einige zusätzliche Stühle stellte das Ehepaar Hesse kurz vor Beginn noch auf, damit auch wirklich jeder Besucher sitzen konnte.

Viele Neulinge

Traditionell handelt es sich bei den Buchempfehlungen um keine großen und bekannten Autoren, sondern eher um Neulinge. „Wir wollen Debütanten immer gerne unterstützen und finden es spannend, neue Autoren zu finden und sie hier zu präsentieren“, erklärte Hesse. Neben Erstautoren stellten sie auch Autoren vor, die das Genre gewechselt haben oder dessen Bücher erstmalig in deutscher Sprache auf den Markt gekommen sind. So oder so waren alle Bücher perfekt für einen lauschigen Leseabend im Winter geeignet. Nicht zuletzt die Lesung von Auer machte Lust auf mehr, denn sie verriet immer etwas aus dem Buch, hörte aber an den spannendsten Stellen auf.

Beispielsweise bei Tove Alsterdals „Sturmrot“. Erstmals traute sich die Schwedin an eine Trilogie, bei der die Polizistin Eira Sjödin ermittelt. Während Auer las, baute sich spürbar die Spannung auf, alle erwarteten, dass im Badezimmer, in dem der Wasserhahn ununterbrochen läuft, hinter dem Duschvorhang eine Leiche zum Vorschein kommt. Ob das wohl passiert? Wer das erfahren wollte, musste sich das Buch kaufen, denn Auer las genau bis zu dem Punkt, an dem der Vorhang zur Seite gezogen wird.

Ganz unterschiedliche Geschichten

Ganz anders war es bei „Ein Lied vom Ende der Welt“ von Erica Ferencik. Lachen und Erstaunen, als André Auer vorlas, dass im tiefsten Eis ein eingefrorenes Mädchen gefunden wird. Nachdem man die Gestalt auftaute, lebte sie, sprach aber in einer Sprache, die niemand verstand.

Ganz unterschiedliche Geschichten, ganz unterschiedliche Autoren, aber was sie alle gemeinsam hatten: sie versprachen ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Alle Empfehlungen können bei Ebbeke eingesehen und käuflich erworben werden. Zusätzlich finden in diesem Jahr noch zwei weitere Highlights statt, für die es allerdings nur noch wenige Restkarten gibt. Am 17. November ist Claire Winter und am 8. Dezember Denis Scheck zu Gast in Warendorf.

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