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„Der kleine Prinz“

Lesung in vier verschiedenen Sprachen

Warendorf

Die Geschichte vom kleinen Prinzen begeistert Menschen aller Nationen. Deshalb fand die Lesung am Sonntagnachmittag in der Ebbers-Galerie gleich in vier verschiedenen Sprachen statt.

Von Beate Trautner

Klaus Chmiel, Susan Bock, Dascha Lapaiko und Maren Venherm (v.l.) lasen aus dem Buch „Der kleine Prinz“. Foto: Beate Trautner

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry ist eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Das Buch wurde in mehr als 220 Sprachen und Dialekte übersetzt. Millionen von Kindern und Erwachsenen auf der ganzen Welt haben die Geschichte um den jungen Botschafter von einem fremden Stern regelrecht verschlungen, und Generationen von Menschen sind immer wieder neu fasziniert und werden in ihren Bann gezogen. 

Am Sonntagnachmittag gab es in der Ebbers-Galerie dazu ein spannendes Experiment: Eine Lesestunde aus dem Buch „Der kleine Prinz“ in gleich vier verschiedenen Sprachen.

Ukrainische Version vertreten

Klaus Chmiel („Aktion Kleiner Prinz“) begann mit dem deutschen Text, der Geschichte um den  Maschinendefekt des Flugzeugs in der Wüste. Der englische Text wurde von Susan Bock präsentiert, und Maren Venherm las aus dem französischen Originaltext. Interessanterweise hatten sich beide Frauen, unabhängig voneinander, im Vorfeld die Geschichte vom Fuchs ausgesucht. Auf Ukrainisch gab es dann von Dascha Lapaiko die Geschichte vom Rosengarten.

Auch wenn die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht jedes Wort verstehen konnten, war es für sie spannend, den „akustischen“ Vergleich zu haben. Und auch die vier Vorlesenden genossen die Lesestunde sichtlich und ließen sich voller Freude in die Texte hineinfallen. Nach den Lesungen haben sich die Gäste das ukrainische Schriftbild mit Interesse angesehen. Aber es wurden auch Übersetzungsprobleme diskutiert. Klar wurde, dass jede Sprache einen anderen Sprachfluss und ihre eigene Sprachmelodie hat. Und dann kam es zu einem spontanen Buchaustausch: Dascha Lapaiko und Klaus Chmiel tauschten ihre Übersetzungen. Eine neue Idee entstand: Deutsch lernen mit dem „kleinen Prinzen“.

Spende an „Aktion Kleiner Prinz“

Die Idee zu der „Zusammenkunft der Sprachen“ entstand im Rahmen der Ausstellung „Kunst für die Füße – Kunst an die Füße“, in der mehrere Bildmotive des Buches „Der kleine Prinz“, auf Socken umgesetzt, zu sehen sind.

Da lag es natürlich nahe, auch die Warendorfer Hilfsorganisation „Aktion Kleiner Prinz“ mit ins Boot zu holen. So kam in der Ebbers-Galerie zu den Bausteinen Buch, Aktion und Präsentation noch ein vierter hinzu. „Für jedes verkaufte Sockenpaar mit dem Motiv des kleinen Prinzen spendet Ebbers zwei Euro an die Aktion Kleiner Prinz“, unterstreicht Rudolf Berger das Konzept der Lesestunde am Sonntagnachmittag.

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