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Überqueren der Bartholomäusstraße ist für Kinder gefährlich

Markierung für mehr Sicherheit

Einen

Die Eltern in Einen sind darüber besorgt, dass viele Kinder die Bartholomäusstraße ungeschützt überqueren müssen. Auch die CDU fordert, dass es hier zumindest eine farbliche Markierung gibt, damit Autofahrer und Kinder die Überquerung erkennen können.

Von Ulrich Lieber

Der sechsjährige Laurenz warten morgens geduldig, bis er mit seinem Roller die Bartholomäusstraße überqueren kann. Eine Kennzeichnung für diesen „Übergang“ gibt es nicht. Darum wünschen sich die Eltern hier zumindest eine farbliche Markierung. Foto: Ulrich Lieber

Laurenz steht mit seinem Roller an der Bartholomäusstraße und möchte diese überqueren. Der Sechsjährige schaut nach links und nach rechts und muss erstmal abwarten, bis kein Auto mehr kommt. Dann rollt er auf die andere Seite, denn dort befindet sich die Grundschule.

Die Verkehrssituation der Kinder, die in Einen aus dem Gebiet östlich der Einener Straße zur Grundschule gehen, ist vielen Eltern ein Dorn im Auge. Während es zur Überquerung der Einener Straße einen Lotsendienst gibt, der an der Querungshilfe einen sicheren Übergang gewährleistet, sind die Kinder auf der Bartholomäusstraße auf sich allein gestellt. „Dort ist kein Verkehrshelfer und auch keine ausreichende Beschilderung“, bemängelt Mechtildis Wissmann (CDU), die im Bezirksausschuss einen Antrag auf Prüfung der Lage gestellt hat.

Farbliche Kennzeichnung fehlt

An der Querungshilfe ist am Montag Marlies Bruns im Einsatz, die etwa alle vier Wochen morgens von 7.30 bis 8 Uhr dafür sorgt, dass die Kinder sicher über die Einener Straße kommen. „Man geht manchmal auch mit rüber, um zu sehen, dass die Kinder auch über die Bartholomäusstraße kommen.“ Denn oft kommen die Fahrzeuge, die von der Einener Straße in die Bartholomäusstraße einbiegen, mit recht hoher Geschwindigkeit um die Kurve. „Die Stelle ist für Kinder schlecht einsehbar. Man darf nicht vergessen, dass Kinder eine ganz andere Perspektive haben“, erklärt Mechtildis Wissmann. Sie bemängelt, dass die Übergangsstelle auf der Bartholomäusstraße, die die Kinder nutzen sollen, noch nicht einmal farblich gekennzeichnet ist. So könnten weder die Autofahrer noch die Kinder die Stelle sehen.

Mechtildis Wissmann

„Man könnte das farblich kennzeichnen oder mit einem Piktogramm darstellen“, schlägt Frederik Büscher (CDU) vor. Auf diese Weise könne die Geschwindigkeit der Fahrzeuge gedrosselt werden. „Das wäre eine schnelle und einfache Maßnahme“, sagt Mechtildis Wissmann.

Schnelle Umsetzung gewünscht

Die Mütter Simone Rotthaus und Heike Schöning sind ebenfalls als Verkehrshelfer im Einsatz und machen sich Sorgen um die Sicherheit der Kinder. „Auf der Bartholomäusstraße kommt es oft zu brenzlichen Situationen“, bestätigen sie.

Als positiv werteten Mechtildis Wissmann und Frederik Büscher den Vorschlag aus dem Radverkehrskonzept. Diplom-Geograf Jens Westerheider empfiehlt eine zweite Querungshilfe auf der Einener Straße, die dafür sogen würde, dass die Kinder nach dem Überqueren der Einener Straße auf der „richtigen“ Seite ankommen und nicht mehr über die Bartholomäusstraße müssten.

Doch so lange es keine grundlegende Lösung gibt, wünschen sich Eltern und die CDU, dass schnell etwas unternommen wird, um die Situation zu entschärfen. Da dies mit relativ geringem Aufwand zu bewerkstelligen ist, hoffen alle Beteiligten auf eine baldige Umsetzung.

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