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Aktion Kleiner Prinz sammelt Spenden für die Ukraine

Medikamente werden dringend gebraucht

Warendorf

Die Aktion Kleiner Prinz organisiert Hilfstransporte in die Ukraine. Dabei freut sich das Team über die große Hilfsbereitschaft der Warendorfer. Mittlerweile ist ein Transport mit rund 20 Tonnen Lebensmitteln und Hygieneartikeln für die dorthin geflohenen Mütter und Kinder in Satu Mare eingetroffen.

Die Aktion Kleiner Prinz hat in diesen Tagen viel zu tun, um Hilfstransporte für die Ukraine zusammenzustellen. Dabei freut sich das Team über die große Hilfsbereitschaft der Warendorfer. Foto: AKP

„Wir sind unglaublich froh darüber, dass die Menschen aus Warendorf und Umgebung uns unterstützen bei unseren Hilfsaktionen für die Ukraine“, strahlt Sylvia Oertker, die Vorsitzende der Kinderhilfsorganisation. „Und es sind nicht nur die Erwachsenen, die spenden oder sich Spendenaktionen einfallen lassen.“ Besonders freue es sie, dass Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen die Kinder mit ins Boot holen konnten. „Da wurden Spendenläufe organisiert, Kinderzimmer ausgeräumt und Straßentrödel organisiert, Taschengeldkassen geplündert, Plätzchen gebacken – der Kreativität waren kaum Grenzen gesetzt, und das alles, um Kindern in und aus der Ukraine zu helfen. Wenn Kinder für Kinder eintreten, dann wärmt das die Herzen, unsere und die der Empfänger.“

Vorsitzende Sylvia Oertker

Zunächst wurde ein Teil der Spendengelder genutzt, um die Caritas in Satu Mare, die langjährige Partnerorganisation der Aktion Kleiner Prinz in Rumänien, zu unterstützen bei der Unterbringung und Versorgung der dort und in Baia Mare eingetroffenen Mütter und ihrer Kinder aus dem Osten der Ukraine. Mittlerweile ist ein Transport mit rund 20 Tonnen Lebensmitteln und Hygieneartikeln für die dorthin geflohenen Mütter und Kinder in Satu Mare eingetroffen.

Weiterhin sind in Absprache mit ukrainischen Ärzten und unter fachmännischer Beratung palettenweise Medikamente und medizinische Hilfsmittel, zusammen rund eine Tonne, eingekauft worden. Auch das Josephshospital Warendorf hat gespendet. Sie sind für ein Kinderkrankenhaus in Lwiw bestimmt und verschickt worden. „Ein besonders abenteuerliches Unterfangen“, so Oertker, „denn natürlich konnte unser Lkw nicht über die Grenze und bis an den Zielort gelangen.“ An der Grenze mussten die komplizierten in ukrainischer Sprache ausgefüllten Frachtdokumente vorgelegt und die Medikamente umgeladen werden auf ukrainische Fuhrunternehmen, die sich dann bis zu dem Kinderkrankenhaus durchschlagen mussten.

„Wir können uns alle mittlerweile vorstellen, wie dringend bei der kriegsbedingten Versorgungslage diese Medikamente gebraucht werden. Wir sind sehr glücklich, dass der Transport mit den Medikamenten gut durchgekommen ist.“

Und Oertker ergänzt: „Wir freuen uns sehr über die Hilfsbereitschaft der Menschen und speziell der jungen Leute und der Kinder und danken ihnen von ganzem Herzen. Seien Sie und seid Ihr versichert, dass wir von der Aktion Kleiner Prinz sorgsam umgehen mit den Spenden.“

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