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Dr. Christine Haasen gibt Praxisleitung ab

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Dr. Christine Haasen hat die Leitung ihrer Praxis an ihre ehemalige Angestellte Claudia Sydow abgegeben. Die 44-Jährige freut sich auf ihre neuen Aufgaben, und auch darüber, dass Dr. Christine Haasen dem Praxisteam erhalten bleibt.

Von Marion Bulla

Dr. Christine Haasen (r.) hat die Praxisleitung an die Allgemeinmedizinerin Claudia Sydow abgegeben. Foto: Marion Bulla

Dr. Christine Haasen ist Ärztin aus Leidenschaft. „Ich habe schon als Kleinkind Krankenhaus gespielt und immer gewusst, ich werde später Ärztin“, sagt die Notfallbeauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und lacht. Seit mehr als 30 Jahren übt sie ihren Beruf als Allgemeinmedizinerin bereits aus. Vor 28 Jahren wagte Haasen den Schritt in die Selbstständigkeit und stieg am Standort Münsterwall in die Gemeinschaftspraxis von Dr. Wolfgang Wemhoff ein. 2017 übernahm Dr. Jörn Köster die Anteile Wemhoffs und seither sind sie ein gut eingespieltes Leitungsteam.

Am 1. Januar dieses Jahres hat Dr. Christine Haasen nun die Leitung an ihre ehemalige Angestellte Claudia Sydow abgegeben. „Wir mussten uns über meine Nachfolge Gedanken machen. Jemand Fremden wollten wir nicht so gerne in unserem Team. Und so fragten wir Claudia Sydow. Sie konnte sich das vorstellen“, ist die ehemalige Chefin froh. „Hier bei uns im Team passt einfach alles. Unsere Devise lautet: Einer für alle, alle für einen“, erklärt Dr. Christine Haasen.

Claudia Sydow

Claudia Sydow hat viele Jahre im Krankenhaus in Münster in der Notaufnahme gearbeitet und ist im September 2018 als angestellte Ärztin in die Praxis gekommen. Die 44-Jährige freut sich auf ihre neuen Aufgaben, und auch darüber, dass Dr. Christine Haasen dem Praxisteam erhalten bleibt. „Sie kennt die Prozesse, die im Hintergrund laufen gut und unterstützt mich sehr“, sagt die dreifache Mutter und ergänzt, das Organisatorische innerhalb der Praxis beliefe sich mittlerweile auf etwa einem Drittel der gesamten Arbeit. Dieses zu erledigen, ist nun ihre Aufgabe. „Ich mache das gerne und hatte schon immer ein Faible für Betriebsabläufe“, so Claudia Sydow.

„Wir sehen die Dinge ähnlich und gehen die Sache fair an“, betont Christine Haasen und fügt an, natürlich stünde sie Claudia Sydow zur Seite. Schließlich kenne sie die meisten Patienten und deren Familienstrukturen seit vielen Jahren.

Verantwortung abgeben fällt nicht immer leicht

Nicht mehr die Leitung inne zu haben, fiele ihr als Alpha-Tier allerdings schwer, muss Haasen dann aber doch zugeben. „An diese Rolle werde ich aber noch gewöhnen. Ich muss mich einfach mehr zurücknehmen“, sagt Dr. Haasen, die in der Praxis immer noch in Vollzeit arbeit. „Das will ich auch weiterhin“, stellt sie klar. Was sie in ihrer neuen Position sehr genieße, sei die Zeit, die sie nun mehr mit ihren Patienten verbringen könne. Auch die festen Arbeitszeiten und weniger Verantwortung zu tragen, seien echte Vorteile.

„Ich habe jetzt sogar Zeit zu kochen oder am Wochenende mal nur auf dem Sofa zu liegen und einen Film zu gucken.“ Auch der Sport komme nun nicht mehr zu kurz. „Das konnte ich vorher nicht. In der Praxis gibt es schließlich immer was zu tun“, erklärt die Ärztin, die in der Coronazeit mit dem Golfen angefangen hat. „Dafür braucht man Zeit und ich liebe den Sport.“ Reisen würde sie auch gern, aber das ist bekanntermaßen derzeit etwas schwierig.

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