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Altstadtfreunde bringen Buch heraus

Menschen zum Nachahmen motivieren

Warendorf

Die vier Jahrzehnte des Vereins prägen den dritten Band der Schriftenreihe der Altstadtfreunde, der in dieser Woche offiziell vorgestellt wurde. „Stadt- und statt Museum, Altstadtfreunde – Altstadtfreude“ ist das Werk überschrieben. Es solle ausdrücklich keine Festschrift sein, betont der Vorsitzende der Altstadtfreunde, Laurenz Sandmann.

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Bürgermeister Peter Horstmann (l.) erhielt das erste Exemplar aus den Händen des Altstadtfreunde-Vorsitzenden Laurenz Sandmann. Foto: Andreas Engbert

Wenn Laurenz Sandmann über die Warendorfer Altstadt und die Arbeit im Verein der Altstadtfreunde Warendorf spricht, gerät er schnell ins Schwärmen – über Geschichte und Geschichtchen, über viel Erreichtes und manch Verlorenes. Verloren ist beispielsweise das Sophienstift, die prächtige Villa, die einst den Park zwischen Emssee und Sassenberger Straße prägte und deren Abriss 1974 einer der Auslöser war, dass sich Menschen in Warendorf um das historische Bild Gedanken machten.

Aus diesen Gedanken und vor allem den in den 1970er- Jahren drohenden Abrissen historischer Gebäude zugunsten einer „autofreundlichen“ Stadt gründeten sich später die Altstadtfreunde. 1980 war das – also vor 41 Jahren. Eine Feier zum 40-jährigen Jubiläum ist im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausgefallen.

Stattdessen prägen die vier Jahrzehnte des Vereins den dritten Band der Schriftenreihe der Altstadtfreunde, der in dieser Woche offiziell vorgestellt wurde. „Stadt- und statt Museum, Altstadtfreunde – Altstadtfreude“ ist das Werk überschrieben. Es solle ausdrücklich keine Festschrift sein, betont der Vorsitzende der Altstadtfreunde, Laurenz Sandmann: „Das Buch steht exemplarisch für Menschen, die sich einsetzen.“ Man wolle Menschen zum Nachahmen motivieren.

Das Buch, das in einer Auflage von zunächst 500 Exemplaren herausgebracht wurde, beleuchtet verschiedene Aspekte des Wirkens der Altstadtfreunde, das sich mit der Zeit gewandelt hat; es berichtet von den Festen und Reisen der Altstadtfreunde. Und auch vom erfolgreichen Kampf um den Erhalt des Theaters am Wall.

Das erste Exemplar überreichte Laurenz Sandmann Bürgermeister Peter Horstmann, verbunden mit einem Dank, dass der Bürgermeister die Arbeit der Altstadtfreunde ernst nehme. Horstmann selbst zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Altstadtfreunde: „Sie finden immer wieder Projekte, für die es sich lohnt zu kämpfen.“

Die Warendorfer Altstadt sei ein „richtiges Pfund“, so Horstmann mit Blick auf die belebte Außengastronomie vor der historischen Marktplatz-Kulisse.

Der Dank Laurenz Sandmanns galt allen, die an der Erstellung der Schrift beteiligt waren. Über 200 Aktenordner mit Protokollen, Zeitungsberichten und Fotos galt es durchzuarbeiten, um ein lebendiges Bild des aktiven Vereins darstellen zu können.

Im Anschreiben, das den Vereinsmitgliedern gemeinsam mit dem neuen Buch in Kürze zugeht, mahnt der Vorsitzende, dass der Verein nicht auf der Stelle stehen bleiben dürfe: „Nun müssen wir diesen in die Jahre gekommenen Verein auch unbedingt zukunftsfähig machen, neue Herausforderungen suchen, weiter Freunde für das bauliche Erbe finden in dieser so gut erhaltenen und lebendigen Stadt Warendorf.“

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