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Smoe gibt Workshop in Stadtbücherei

Mit Graffiti zu Ruhm

Warendorf

Mit Feuereifer begeben sich die Kinder – unter Anleitung von Smoe – ans Werk. Mit Bunt- und Filzstiften bewaffnet, entwerfen sie, größtenteils zum ersten Mal, ein ganz eigenes Graffiti.

Am Anfang steht der Künstlername als Wiedererkennungszeichen. Foto:

Graffiti ist nicht nur sinnloses Sprayen, sondern eine Art Kunst. Das erfuhren jetzt elf Kinder während eines Workshops in der Stadtbücherei von Andreas Plautz, besser bekannt unter dem Graffiti-Künstlernamen Smoe. Das Angebot sprach die Kinder durch die Bank an. Die jüngste Teilnehmerin war acht, die älteste 17. „Ich finde das einfach cool“, gesteht Aline Kkhallo, die in der Schule bereits die Leidenschaft fürs Malen entdeckte.

Im Workshop griffen die Kinder noch klassisch zu Stift und Papier. Augenmerk lag auf Buchstaben. Wild drauf rumgemalt wurde nicht. Zuerst gab Smoe die Basics vor. Die unterschiedlichen Elemente eines Graffitis erklärte der Warendorfer ebenso, wie die Bedeutung eines Künstlernamens. „Mit dem Pseudonym erkennt man die Werke wieder. Man versucht so fame (Ruhm) zu erlangen“, erklärt Smoe die Wichtigkeit. Als erste Aufgabe sollten sich daher die Kinder einen Künstlernamen überlegen und diesen aufs Papier bringen. „Er sollte zwischen drei und sechs Buchstaben haben. Sonst dauert es an der Wand später zu lange“, betont der 36-Jährige. Auf dem großen Flip-Chart gab es dann eine Kostprobe des Künstlers. Ein helles Fillin, eine dunkle Outline und der Block lassen das Graffiti dreidimensional wirken. „Die Buchstaben haben selten Abstand zueinander, sie überlappen sich eher“, erklärt Smoe beim Malen.

Mit Feuereifer begeben sich die Kinder ans Werk. Mit Bunt- und Filzstiften bewaffnet, entwerfen sie, größtenteils zum ersten Mal, ein ganz eigenes Graffiti.

Besonders der Schriftzug der jüngsten Teilnehmerin beeindruckt. Mit einer Katze als sogenannten „Character“ kann sich das Ergebnis sehen lassen. Allerdings betont der Graffiti-Künstler auch, dass es ein Unterschied zum Sprühen auf der freien Wand gibt. „Die Fläche ist eine große Herausforderung. Das Gesamtbild sieht man nicht, wenn man direkt davor steht.“

Angesteckt hat Smoe die Kinder in dem Workshop auf jeden Fall. „Ich will gerne weiter machen“, schwärmt Gabriel Wicht. Darüber dürfte sich Smoe freuen, denn derzeit bildet er das einzige Mitglied der Warendorfer Graffiti-Szene.

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