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Schulen erwarten am Donnerstag erstmals wieder (wenige) Schüler

Mit Tafellineal und Klebeband unterwegs

Warendorf

Umfangreiche Hygienevorschriften, Abstandsregelungen, Einbahnstraßensysteme durch Flure, flexible Pausenzeiten – nur einige von vielen Vorkehrungen, mit denen sich die Schulen in Warendorf auf den Wiederbeginn des Unterrichts vorbereitet haben.

Erhard Kurlemann

Landesschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) steht neben einem Spender für Wasser, Papierhandtücher und Seife, während sie Desinfektionsmittel, Handschuhe und Masken in den Händen hält Foto: dpa

Eine Schule ohne Schüler – das sei schon eine gruselige Vorstellung. „Und trotzdem Normalität vorleben – das ist noch mal gruselig.“ Marlis Ermer, Leiterin des Laurentianums, hofft, dass der „vorsichtige Start“ in das Schulleben gelingt. Nicht nur dort sind mit Zollstock, Tafellineal und Klebeband Markierungen gesetzt worden – und Vieles mehr: Desinfektionsmittel, Seifenbehälter, Papierhandtücher und viele Informationen über die geltenden Hygienevorschriften sind aufgehängt, angeheftet oder verteilt worden.

Im Laurentianum werden zum Auftakt nur wenige Schüler erwartet. Einige bekommen Klausuren zurück. „Über das Verfahren müssen wir noch nachdenken.“ Und wenn ab Freitag regelmäßig die Leistungskurse für die 240 angehenden Abiturienten angeboten werden, „hoffen wir mal, dass wir an alles gedacht haben“. Zum Thema Maskenpflicht hat die Direktorin dem Kollegium und den Abiturienten „den dringenden Hinweis“ gegeben, diese zu tragen.

Uta Schmitz-Molkewehrum, Leiterin des Mariengymnasiums, hat in den Klassen sogar ein Feld nur für die Lehrer abkleben lassen. „Am Donnerstag kommen etwa 45 Schüler“, hat eine Abfrage unter den 86 Abiturienten ergeben. Die Leistungskurse am Freitag sind in zwei Gruppen aufgeteilt worden, eine vormittags, eine nachmittags. „Grundkurse fürs Abitur werden dann am Montag angeboten.“ Danach soll es nach Bedarf Unterricht geben, Dienstag und Mittwoch je eine Gruppe Leistungskurse, Donnerstag sind dann wieder die Grundkurse an der Reihe. Eine Pause sei nicht vorgesehen, und wenn, dann höchstens versetzt.

187 Schüler starten am Donnerstag an der Gesamtschule. Listen mit den Namen der Schüler hängen an den jeweiligen Türen – „und sind auch schon per Mail mitgeteilt worden“, erzählt Schulleiterin Gertrud Korf. Auch die Tische seien mit den entsprechenden Nummern versehen, „weil alle Schulen dokumentieren müssen, wer wo gesessen hat“. Die Flure der Schule seien in ein Einbahnstraßennetz verwandelt worden unter dem Motto: „So wenig Begegnung wie möglich.“

An der Bischöflichen Realschule „stehen sogar Masken bereit“, sagt Leiterin Claudia Tennstedt. Etwa zehn der 94 Schüler des Abschlussjahrgangs würden jeweils in einem Raum unterrichtet. Die Schule habe „unseren Weg im engen Mailaustausch mit Eltern und Schülern“ erläutert.

Udo Lakemper, Leiter des Berufskollegs, „startet“ mit rund 150 Schülern. Dafür sind Einbahnstraßenregelungen auf den Gängen entwickelt worden, zudem gibt es Eingangs- und Ausgangstüren. „Die Schüler müssen Masken tragen, wenn sie sich in der Schule bewegen. Im Klassenraum jedoch nicht“, erläutert Lakemper. In der nächsten Woche stehen Fachholschulprüfungen an – rund 350 Schüler sind beteiligt. „Dafür haben wir unterschiedliche Zeiten festgelegt – auch hier so wenig Kontakt wie eben möglich.“

Schule in Corona-Zeiten – eine Herausforderung für Lehrer und Schüler. Und noch sind nicht alle Schüler wieder im Unterricht. . .

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