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Welttag des Spiels

Monster, Magier und Könige

Warendorf

In Corona Zeiten kommt der Welttag des Spiels gerade recht. Die Westfälischen Nachrichten haben sich in Warendorf umgehört, welche Spiele diejenigen empfehlen, die es wirklich wissen müssen. Stefan Molz, Leiter des Jugendtreffs @ttic und auch Stefanie Hager von der Stadtbücherei gaben gerne Auskunft.

Von Rebecca Lek

Kubb Foto: Stadtbücherei

Heute ist Welttag des Spiels. Normalerweise werden an diesem weltweiten Aktionstag für Kinder unterschiedliche Spielaktionen gestartet. Coronabedingt haben sich aber sowohl die Stadtbücherei wie auch der Jugendtreff @ttic dazu entschieden, keine größeren Aktionen anzubieten. „Beim Brettspiel anderthalb Meter zwischen den Spielern zu lassen ist fast unmöglich. Dann noch die Maskenpflicht. Zu einem gemeinsamen Gesellschaftsspiel passt das einfach nicht“, bedauert Stefan Molz, Leiter des Jugendtreffs.

Stattdessen hatte er einen Online-Spieltreff geplant, bis dato aber so wenig Rückmeldungen bekommen, dass dieser vermutlich nicht stattfinden wird.

Um den Welttag des Spiels dennoch zu würdigen, gibt es sowohl vom @ttic, wie auch von der Stadtbücherei klare Spielempfehlungen.

Für Stefan Molz ist das „King of Tokyo“ ein Must-have-Spiel. In dem Würfelspiel kämpfen sechs Monster darum, am Ende der einzige „King“ zu sein. Jeder Spieler schlüpft in die Rolle eines Monsters und verfügt zu Beginn über null Ruhmpunkte sowie zehn Lebenspunkte. Dann wird mit sechs großen Würfeln bis zu dreimal gewürfelt. Die Würfelaugen entscheiden, ob das eigene Monster neue Lebenspunkte erhält oder den gegnerischen Monstern Schaden zufügt wird, ob es Ruhm erlangt oder aber Energiebrocken erhält, mit denen man Aktionskarten kaufen und so

zusätzliche Fähigkeiten erwerben kann. Vom Mechanismus her erinnert es an klassische Würfelspiele wie Kniffeln, wohingegen thematisch eher die Godzilla-Filme aufgegriffen werden.

Laut Molz ist das Spiel besonders für Kinder ab zehn Jahren sehr spannend. Obwohl es sich mit den Würfeln, unterschiedlichen Punktesystemen und Karten komplex anhört, soll die ungefähre Spielzeit pro Partie gerade mal 30 Minuten betragen. Ideal also für den kurzweiligen Spaß.

Spiele, die unterschiedlicher nicht sein können

Zwei Spiele, die unterschiedlicher kaum sein können, stellt Stefanie Hager von der Stadtbücherei vor.

Bei schönem Frühlingswetter draußen eine Partie „Kubb“, oder Wikingerschach, wie es hierzulande oft genannt wird, zu spielen, sei herausfordernd und mache Laune, findet sie und erläutert die Spielregeln. Zwei Einzelspieler oder zwei Mannschaften von bis zu sechs Mitgliedern treten gegeneinander an und versuchen, mit Wurfhölzern die gegnerischen Spielfiguren zu treffen und ganz zum Schluss auch den König umzuwerfen. Benötigt werden lediglich eine ebene Sand- oder Rasenfläche von etwa sechs auf zehn Meter, ein Kubb- oder Super Kubb-Spiel, Treffsicherheit und ein bisschen taktisches Vorgehen. „Dann“, so Hager, „ist eine unterhaltsame halbe Stunde garantiert und die Revanchepartie lässt nicht lange auf sich warten.“

Ist es eher nasskalt draußen oder der Abend bereits fortgeschritten, lockt „Res Arcana“ zwei bis vier Spieler an den Tisch. Jeder Spieler wählt einen Magier aus und versucht mit nur acht Handkarten Essenzen zu sammeln, Orte der Macht und Monumente zu erobern und letztendlich zehn Siegpunkte zu erreichen. Was kann man mit nur acht Handkarten überhaupt erreichen, wird sich nun mancher fragen? Eine ganze Menge, denn man entdeckt immer neue Strategien, das Spiel nimmt schnell Fahrt auf, und wenn man die Fortschritte seiner Mitspieler im Auge behält, kann es schon genügen, im richtigen Moment zu passen, um das Spiel zu gewinnen. Eine gute Spielanleitung erleichtert den Einstieg in die magische Welt von „Res Arcana“, das 2020 auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres stand, es ist schnell erlernt und ab einem Alter von etwa zehn Jahren spielbar. Beide Spiele sind im Bestand der Stadtbücherei Warendorf und können dort entliehen werden.

Favoriten der Redaktion

Zu den Favoriten der Redaktion gehört das Spiel des Jahres 2020, „Pictures“ von Daniela und Christian Stöhr (PD-Verlag). Die insgesamt fünf in „Pictures“ enthaltenen Material-Sets (Bauklötze, farbige Würfel, Schnürsenkel, Steine und Stöcke oder Symbolkarten) könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Dennoch sollen sie alle zum selben Zweck verwendet werden: Eines der Fotomotive soll möglichst getreu nachgebaut werden, so dass die Mitspieler dieses erraten können. Ein super Familienspiel, das durch die simplen Regeln besticht.

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