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Standortfrage für das Freckenhorster Feuerwehrgerätehaus ist geklärt

Neubau auf der Breedefläche bietet mehr Spielraum

Freckenhorst

Die Freckenhorster Feuerwehr benötigt dringend ein neues Feuerwehrgerätehaus. Als Standort wurde nun im Bezirksausschuss die Fläche der ehemaligen Weberei Breede bestimmt.

-uli-

Die Fläche der ehemaligen Weberei Breede wird das neue Zuhause der Feuerwehr. Inwieweit vom alten Gebäude noch etwas genutzt werden kann, soll noch überprüft werden. Foto: Ulrich Lieber

Die Freckenhorster Feuerwehr benötigt dringend ein neues Gerätehaus – das ist unstrittig. Dr. Martin Thormann, Erster Beigeordneter der Stadt, stellte die Beschlussempfehlungen im Bezirksausschuss am Dienstag vor. „Das vorhandene Gerätehaus genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Der Hauptmangel besteht darin, dass wir in Freckenhorst keine Alarmumkleide haben“, berichtete Thormann. Das führe dazu, dass sich die Feuerwehrkameraden direkt hinter den Fahrzeugen umziehen müssten, und das sei alles andere als ideal. Diese Situation müsse beseitigt werden. Zudem gebe es noch ein paar andere Mängel.

Beigeordnete Dr. Martin Thormann

Es habe sich die Frage gestellt, ob es denn ein Neubau sein müsse. „Wir würden am alten Standort relativ wenig stehen lassen können“, erklärte Thormann. Das Jugendfeuerwehrhaus, das erst 2010 errichtet worden ist, sei noch in Ordnung. Aber beim Gerätehaus sei es wenig sinnvoll, mit dem Bestand zu planen.

Diskussionsbedarf gab es allerdings noch um den möglichen Standort, denn es wurden drei verschiedene neue, aber auch der bisherige untersucht. „Unter Emissionsgesichtspunkten ist der derzeitige Standort an der Brückenstraße nicht ideal“, sagte Dr. Thormann. Zudem müsse für diesen Fall ein Übergangsstandort gefunden werden, der weitere Kosten verursachen würde. „Vor diesem Hintergrund sind wir zu einem Neubau an anderer Stelle gekommen.“

Für die Verwaltung habe sich der Standort auf dem Gelände der ehemaligen Weberei Breede als geeignet dargestellt. Untersucht worden seien aber auch die Standorte Hoetmarer Straße/Groneweg sowie Grundstücke an der Verbindungsstraße Everswinkeler/Hoetmarer Straße. Letzterer habe sich aufgrund des Flächenzuschnitts als nicht geeignet herausgestellt.

Martin Richter (CDU) wunderte sich über den Verfahrensablauf. Im Juni 2021 habe es bereits eine EU-weite Ausschreibung der Planung des Feuerwehrgerätehauses gegeben, ohne dass die Politik einbezogen worden sei. „Egal, über welchen Standort wir uns unterhalten, wir brauchen eine Planung“, rechtfertigte Baudirektor Peter Pesch das Vorgehen. Schließlich müsse man wissen – egal an welchem Standort – welche Kosten entstünden. Martin Richter war trotzdem nicht zufrieden: „Es hinterlässt ein etwas schlechtes Gefühl, wie hier das Verfahren abgelaufen ist. Eine Planung für ein Millionenprojekt, ohne dass der Rat damit befasst war.“

Es folgten kleinere Diskussionen über die alternativen Standorte, auch über einen Neubau an alter Stelle. „Ein Neubau wäre dort mit einem Fragezeichen versehen. Es geht, aber nur mit Lärmschutzmaßnahmen nach heutigen Standards“, erklärte Pesch. Auf der Breedefläche könne man alles direkt abstimmen und es gebe deutlich mehr Spielraum.

Die CDU wünschte sich eine Pause zur internen Beratung und stimmte schließlich – wie alle Ausschussmitglieder – dem Beschlussvorschlag zu. So wird entsprechend der sich aus der Brandschutzbedarfsplanung ergebende Raumbedarf für ein Feuerwehrgerätehaus im Wege eines Neubaus auf der Fläche der ehemaligen Weberei Breede realisiert. Im Rahmen dieser Baumaßnahme wird auch der Raumbedarf für die Jugendfeuerwehr für den gesamten Stadtverband Warendorf mit abgedeckt.

„Ich freue mich, dass so einstimmig entschieden worden ist. Wir stehen gerne für Themen rund um die Feuerwehr Rede und Antwort“, sagte Stadtbrandinspektor Christof Amsbeck, der von einem großen Glücksfall für Freckenhorst sprach.

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