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Touristisches Hinweisschild statt Adressänderung

„Neue Mitte“ heißt nun „Weberplatz“

Freckenhorst

Viele nannten ihn „Aldi-Parkplatz“, der Ausdruck „Neue Mitte“ war verpönt. Nun soll der zentrale Platz an der Industriestraße, an dem Drogeriemarkt und Discounter liegen, endlich einen Namen bekommen, der an die Geschichte der Weberstadt Freckenhorst erinnern soll: Weberplatz.

Joke Brocker

Bislang erinnerte lediglich das Brinkhaus-Modell an die textile Vergangenheit Freckenhorsts. Nun soll der Platz, auf dem sich die „Denkmalecke“ befindet Foto: Joke Brocker

Mit dem Begriff „Neue Mitte“, der einen großen, von Discounter und Drogeriemarkt gesäumten Parkplatz beschreibt, auf dem lediglich eine kleine Ecke mit einem Bronzemodell an die textile Vergangenheit der Stiftsstadt und an die Inlettweberei Brinkhaus erinnert, die an der Industriestraße eine Zweigstelle unterhalten hatte, hadern viele Freckenhorster, allen voran Heimatverein und Werbegemeinschaft.

Nun haben die beiden Vereine beantragt, dem Platz einen Namen zu geben, der seiner geschichtlichen Bedeutung würdig ist und auf die Webertradition der Stiftsstadt hinweist. Dem Vorschlag, den Platz „Weberplatz“ zu taufen, schloss sich der Bezirksausschuss Freckenhorst-Hoetmar am Donnerstagabend bei einer Gegenstimme an. Das werde zur „Aufwertung des gesamten Quartiers“ beitragen, zeigte sich Peter Marberg (SPD) überzeugt.

Auf dem Platz möchten Heimatverein und Werbegemeinschaft, wie deren Vorsitzender Christian Murrenhoff den Ausschussmitgliedern berichtete, ein touristisches Hinweisschild mit Erläuterungen zur Bedeutung und Geschichte des Areals aufstellen. Auch das Weberdenkmal, das an der Ecke Von-Wolkenstein-Straße /Everswinkeler Straße ein Schattendasein fristet, soll, so die Vorstellungen des Heimatvereins, auf dem „Weberplatz“ aufgestellt werden.

Wenngleich sich Martin Richter, Nikolaus Westerholt (beide CDU) und Zuhörer Klaus Gruhn eine postalische Änderung der Adresse gewünscht hätten, damit der Platz auch über Navigationsgeräte – und damit auch von Touristenbussen – ansteuerbar wäre, soll die Bezeichnung „Weberplatz“ – zumindest vorerst – nicht im offizielle Straßenverzeichnis der Stadt auftauchen.

„Eine Adressänderung ist so etwas Ähnliches wie ein Umzug“, begründete Horst Breuer, Sachgebietsleiter Kultur, warum die Verwaltung lediglich mit einem „touristischen Hinweisschild“ auf den Platz hinweisen möchte. Den unmittelbaren Anliegern des Parkplatzes, darunter Aldi und KiK, soll auf diese Weise eine Adressänderung erspart werden.

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