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Jubiläumsfeier der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Hoetmar

Neue Perspektiven einnehmen

Hoetmar

Mit Radtour, Kranzniederlegung und gemeinsamen Grillen feierte die Kameradschaft ehemaliger Soldaten Hoetmar ihr Jubiläum nach.

Von Stephan Ohlmeier

Rainer Freitag, Willi Tertilt, Heinz Prinz und Theo Povel (v.l.) gedachten am Ehrenmal in Stille den Toten. Pfarrer em. Norbert Happe hielt die Gedenkrede. Foto: Stephan Ohlmeier

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Kameradschaft ehemaliger Soldaten Hoetmar im vergangenen Jahr ihr 150-jähriges Bestehen nicht feiern. Waren anfangs die Erinnerung an die gemeinsam verlebte Feldzugzeit der Grund für den vereinsmäßigen Zusammenschluss, versteht die Kameradschaft ihre Tätigkeit heute mehr denn je darin, das mahnende Gedenken an die Toten vergangener Kriege zu bewahren und aktiv für einen dauerhaften Frieden einzutreten.

„Wir haben uns bewusst dazu entschieden, unser Jubiläum mit unserer jährlichen Sommerradtour zu verbinden“, sagte Willi Tertilt als Vorsitzender der Kameradschaft am Samstagabend. Nach der Radtour über rund 35 Kilometer mit Zwischenstopps in Sendenhorst, Vorhelm und Enniger legten die Kameraden am Ehrenmal vor der Lambertus-Kirche einen Kranz nieder und gedachten in Stille aller Toten.

Gedenkrede von Pfarrer em. Norbert Happe

„Wir haben es jahrzehntelang geschafft, im Frieden miteinander zu leben“, sagte Pfarrer em. Norbert Happe in seiner Gedenkrede. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine habe die Welt aber wie die Corona-Pandemie verändert. Happe plädierte dafür, immer wieder neue Perspektiven einzunehmen, um Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen besser zu verstehen und ein friedvolles Miteinander zu fördern. Abschließend las er aus einem Text vor, in dem es hieß: „Eines Tages kommt der Frieden – eines Tages siegt der Verstand.“

Eine Abordnung des Jagdhornbläserkorps Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar untermalte die Kranzniederlegung musikalisch. Nach dem Singen der Nationalhymne kamen die Kameraden mit ihren Frauen im Garten der Gaststätte Northoff zu einem gemeinsamen Grillen zusammen. Vorbereitet hatten den Tag Rainer Freitag, Heinz Prinz, Willi Tertilt, Theo Pöppelbaum und Heiner Thüsing.

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