1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. Neuer Name, neue Aufgaben

  8. >

Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr

Neuer Name, neue Aufgaben

Warendorf

Das sportmedizinische Institut der Bundeswehr hat einen neuen Namen: Es heißt ab sofort Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr.

Engelbert Hagemeyer

Institutsleiter Dr. Andreas Lison erläuterte die Arbeit seines Instituts. Gezeigt wurde unter anderem eine mikroprozessorgesteuerte Beinprothese. Foto: Hagemeyer

Dabei ist es weiterhin im gleichen Gebäude auf dem Gelände der Bundeswehr-Sportschule untergebracht, dort arbeiten die gleichen Menschen wie zuvor, und selbst am Verbandsabzeichen hat sich nur der Schriftzug verändert.

Aber der Verantwortungsbereich des Instituts ist deutlich erweitert worden, in Zukunft werden weitere Bereiche dazukommen. Daher jetzt die Umbenennung, die in einer Feierstunde begangen wurde. Anwesend war dabei unter anderem der Kommandeur der regionalen Sanitätsunterstützung, Generalstabsarzt Dr. Dirk Raphael, der den neuen, ganzheitlichen Ansatz des Zentrums erläuterte. Bekannt geworden ist das Institut in letzter Zeit vor allem durch die Behandlung und Reha von im Einsatz verwundeten Soldaten.

Künftig verfolgt das Zentrum einen umfassenderen Ansatz. „Er beginnt bei allgemeiner Gesundheitsförderung und Prävention für alle Soldaten“, sagte Raphael. Die Erkenntnisse, die die Experten um Institutsleiter Dr. Andreas Lison sammeln, kommen künftig der gesamten Bundeswehr zugute. „Wir sind für alle da. Für die, die Probleme haben, weil sie Sport machen. Und für die, die Probleme haben, weil sie keinen Sport machen“, sagte Lison.

Die Bundeswehr hat schon seit längerem Schwierigkeiten mit vielen Rekruten, die den Leistungsanforderungen nicht genügen. Dabei steigen diese Anforderungen durch den Umbau der Bundeswehr in eine Einsatzarmee. Generalstabsarzt Raphael zählt dazu die „spezifischen Einsatzbelastungen unter klimatischen Bedingungen sowie in Gefechtssituationen“.

Damit die Soldaten diesen Ansprüchen gerecht werden, entwickelt das Zentrum für Sportmedizin spezielle Programme. Auch die interne Fortbildung wird zum Teil übernommen, aktuell zum Beispiel werden 20 Offiziere zur Sportmedizinern aufgebildet. „Sport lässt sich nicht befehlen“, sagte Dr. Lison, „wir müssen die Soldaten durch Überzeugung gewinnen.“

Startseite