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Kutschfahrt und Videobotschaft in Corona-Zeiten

Nikolaus sagt persönlichen Besuch ab

Freckenhorst

„Die Entscheidung ist dem Vorstand nicht leichtgefallen, doch sie ist alternativlos. Die Gesundheit der Kinder und ihrer Familien wie auch aller anderen Beteiligten ist oberstes Gebot in dieser schweren Zeit.“ Das Nicolaus-Collegium sagt zum zweiten Mal den Nikolaus-Besuch am Vorabend des Namensfestes in Freckenhorst aufgrund steigender Corona-Inzidenzzahlen ab.

-ed-

Auch, wenn der Nikolaus nicht persönlich zu den Kindern kommen kann, wird er den Mädchen und Jungen von der Kutsche aus zuwinken.

Seit fast 75 Jahren ist ein schöner Brauch und ein fester Bestandteil im Zusammenleben in Freckenhorst: Am Vorabend des Namensfestes des heiligen Sankt Nikolaus, am 5. Dezember, werden alle Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren – egal welcher Religion oder Nationalität – vom Nikolaus in den Familien besucht und beschert. Zum zweiten Mal macht jetzt die Corona-Pandemie dem Nikolaus-Collegium, einen Strich durch die Veranstaltung. „Schweren Herzens haben Vorstand und Konsistorium entschieden, dass aufgrund der unfassbaren aktuellen Pandemie-Entwicklung leider auch in diesem Jahr ein persönlicher Besuch von Nikolaus und Ruprecht in den Familien nicht stattfinden kann“, teilt Primas Richard Poppenborg in einem Rundschreiben mit. Die Entscheidung sei dem Vorstand nicht leichtgefallen, doch sei sie alternativlos. „Die Gesundheit der Kinder und ihrer Familien wie auch aller anderen Beteiligten ist oberstes Gebot in dieser schweren Zeit.“

Trotzdem will das Nikolaus-Collegium den Kindern eine kleine Freude bereiten. So wird auch in diesem Jahr am Spätnachmittag des Nikolausabend (Sonntag, 5. Dezember) wieder allen Freckenhorster Kindern im Alter zwischen zwei und acht Jahren die „bunte knisternde Nikolaustüte“ vor die Tür legen. Hierbei ist es hilfreich für das Nikolaus-Collegium, das von Nachbargemeinschaften unterstützt wird, wenn wieder eine Kerze oder ein kleines Licht im Fenster oder in der Einfahrt leuchtet.

Der Nikolaus und sein Begleiter Knecht Ruprecht werden auch dieses Jahr wieder durch die Straßen der Stifts-Stadt fahren. Die Kutschfahrt beginnt um circa 14 Uhr, die Route wird ähnlich sein wie im vergangenen Jahr. So haben die Kinder und ihre Familien wieder die Gelegenheit, dem Nikolaus zuzuwinken. Darüber hinaus wird sich der Nikolaus mit einer Video-Botschaft an die Öffentlichkeit wenden. Die Veröffentlichung erfolgt ebenfalls am Nikolausabend auf der Homepage.

Primas Richard Poppenborg ist optimistisch, dass der Nikolaustag im nächsten Jahr wieder im gewohnten Rahmen stattfinden kann.

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