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Antreten auf dem Lohwall

Oberst wird zum General befördert

Warendorf

Der Schützenverein „Hinter den drei Brücken“ hat sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Dabei wurde Oberst Christian Fährenkämper zum General befördert.

Von Andreas Engbert

Hoch zu Ross nahm Oberst Christian Fährenkämper die Beförderung zum General entgegen.

Es war ein ganz besonderes Geschenk, dass der Schützenverein „Hinter den drei Brücken“ am Samstag beim großen Antreten zum 100-jährigen Jubiläum auf dem Lohwall seinem Oberst Christian Fährenkämper machte. Ohne dessen Wissen hatte der Vorstand im Vorfeld beschlossen, ihn zum General zu befördern. „Oft bist du der erste der kommt, und der letzte der geht“, würdige Beisitzer Bibo Rüsel das Engagement Fährenkämpers, der in vielen Bereichen des Schützenvereins ein Aktivposten ist. Gerührt nahm er die Auszeichnung entgegen – und hoch zu Ross.

Dreibrücken-Präsident Johannes „Hennes“ Bußmann

Beim Jubiläumsschützenfest, das pandemiebedingt mit einem Jahr Verspätung gefeiert wurde, allerdings nur mit einem Adjutanten: „Ein Pferd durfte nicht gesattelt werden“, erläuterte der Oberst den angetretenen Schützen, dass die eingesetzten Pferde zuvor von einem Tierarzt untersucht worden seien.

Verfolgt wurde die Ehrung im Rahmen der feierlichen Parade neben den Mitgliedern der Dreibrückenschützen von zahlreichen Gastvereinen aus dem Umkreis, die dem Schützenverein „Hinter den drei Brücken“ zum Jubiläum ihre Aufwartung machten. „Ich habe so ein Bild selten gesehen“ zeigte sich Dreibrücken-Präsident Johannes „Hennes“ Bußmann begeistert von der Zahl der angetretenen Schützenschwestern und -Brüder. „Ich habe keinen gesehen, der fehlt“, dankte er allen für ihre Teilnahme an der Jubiläumsfeier.

Für die Gastvereine gratulierten Franz-Josef Abeck (Schützenbruderschaft Gröblingen-Velsen) und Gerhard Leve (Bürgerschützen Warendorf) stellvertretend und bescheinigten den Dreibrückenschützen, dass in ihrem Verein Heimatliebe und Gemeinschaft vorbildlich gepflegt werde.

Die stellvertretende Bürgermeistern Doris Kaiser dankte den Vereinsmitgliedern, dass sie im Norden der Stadt „immer wieder Flagge gezeigt“ hätten. „Dass ein Verein 100 Jahre besteht zeigt ja doch: hier wird ganz viel richtig gemacht“, gratulierte Bürgermeister Peter Horstmann.

Der Festmarsch führte alle angetretenen Schützen durch das „Vereinsgebiet“, den Warendorfer Norden. Unter anderem vorbei an der Baustelle der Dreibrückenstraße, die zwar noch nicht beendet ist, aber genug Platz zwischen Baumaschinen und Absperrgerät für den Umzug ließ. Begleitet wurden die Schützen dabei auch von Pferden und Kutschen des Landgestüts, zu dem der Verein ein freundschaftliches Verhältnis pflegt.

Nur die Musikvereine waren für den Umzug etwas knapp an der Zahl. Neben dem Spielmannszug Sassenberg und der Stadtkapelle Warendorf habe sich kein anderer Verein finden lassen, bedauerten die Dreibrückenschützen. Die Gastvereine machten das Beste aus der Situation – besonders die den Zug anführenden Gruppen. Sie sangen die Marschmusik kurzerhand streckenweise selbst, um beim Marschieren nicht aus dem Takt zu kommen.

„100 Jahre Nachbarschaft und Schützenverein Hinter den drei Brücken sind ein besonderer Grund, mit euch gemeinsam zu feiern“, rief Oberst Christian Fährenkämper den angetretenen Schützen sowie den Gästen am Freitagabend im Fackelschein zu.

Der Schützengottesdienst in der Josefskirche und der große Zapfenstreich auf dem Festplatz bildeten den festlichen Auftakt zum Jubiläumsschützenfest. Es sei, so der Oberst, eine Verantwortung, die Tradition in die Zukunft zu tragen: „Damit auch die nachfolgenden Generationen den Ursprungsgedanken unserer Gründerväter weiter fortführen können“, erinnerte er an die Anfänge des nachbarschaftlich geprägten Schützenvereins vor 100 Jahren.

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