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Hoetmarer Unternehmer sehen neues Wohngebiet kritisch

Ohne Lärmschutz geht nichts

Hoetmar

Dass an der Raiffeisenstraße nicht das von ihnen an dieser Stelle favorisierte Gewerbegebiet, sondern ein Neubaugebiet entstehen soll, hat die Vorstandsmitglieder des Gewerbekreises Hoetmar irritiert. Sie werfen den örtlichen Politikern vor, sie mangelhaft über die Pläne informiert zu haben und sorgen sich um die Zukunft zweier Betriebe an der Raiffeisenstraße.

Joke Brocker

Die Hoetmarer Unternehmer Thomas Schlieper (vorne, l.) und Ralf Hölscher (vorne, r.) sehen für die weitere Entwicklung ihrer Unternehmen schwarz, sollten an der Raiffeisenstraße, vis-à-vis ihrer Betriebe, tatsächlich 40 neue Bauplätze entstehen. Die übrigen Vorstandsmitglieder des Hoetmarer Gewerbekreises – das Foto zeigt Silvia Brockmann, Jan Eicholt, Martin Huerkamp und Dirk Kurbjuweit (hinten, v. l.) – teilen diese Bedenken. Sie hatten sich auf der im Hintergrund zu sehenden Grünfläche ein neues Gewerbegebiet gewünscht. Foto: Joke Brocker

Auch in einem Golddorf ist offenbar nicht alles Gold. In Hoetmar zum Beispiel hapert es offenbar an der Kommunikation. Unter diesem Eindruck stehen zumindest Teile des Gewerbekreis-Vorstandes. Neun Jahre lang hatte dieser sich um Gewerbeflächen im Ort bemüht. Optimalerweise sollten diese an der Raiffeisenstraße vis-à-vis der Betriebe Hölscher Landtechnik und Auto Schlieper liegen. Dass dort nun stattdessen 40 Bauplätze geschaffen werden sollen, hat die Mitglieder des Gewerbekreises mehr als überrascht und treibt den Unternehmern Thomas Schlieper und Ralf Hölscher die Sorgenfalten auf die Stirn. Beide Unternehmer verweisen auf die von ihren Betrieben ausgehenden Emissionen, die mit einem Wohngebiet kaum kompatibel seien. „Wir hängen an der Landwirtschaft, hier ist rund um die Uhr Betrieb, auch nach 17 Uhr und im Sommer auch an den Wochenenden“, bemerkt Hölscher, der zu den größten Ausbildungsbetrieben am Ort gehört. Das seit 40 Jahren bestehende Unternehmen werde zudem auch nachts beliefert. Da seien Beschwerden der künftigen Nachbarn quasi programmiert, fürchtet er – und wundert sich, genau wie sein Nachbar Thomas Schlieper, „dass keiner mit uns gesprochen hat, ehe diese Entscheidung getroffen worden ist.“ Sie freuten sich ja über den Flächenerwerb durch die Stadt, über neue Gewerbeflächen, über 40 neue Bauplätze und wollten die Planungen auch nicht torpedieren, betonen auch die übrigen Gewerbekreismitglieder Martin Huerkamp, Silvia Brockmann, Jan Eicholt und Dirk Kurbjuweit in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

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