100 Jahre Feuerwehr Hoetmar

Olympiade sorgt für Spaß und Spannung

Hoetmar

Nahezu alle Hoetmarer waren am Wochenende auf den Beinen, um „ihrer“ Freiwilligen Feuerwehr zum 100. Geburtstag zu gratulieren.

Stephan Ohlmeier

Der Kegelclub „Die zackigen Vierzehn“ zeigten beim Kistenstapeln, dass er nicht nur Kraft, sondern auch die richtige Technik hat, um einen hohen Turm zu bauen. Foto: Stephan Ohlmeier

100 Jahre Feuerwehr heißt ein Jahrhundert ehrenamtlicher Einsatz und Dienst am Nächsten, für jeden, der Hilfe braucht und das rund um die Uhr. Einen selbstlosen Einsatz, den die Hoetmarer zu schätzen wissen. „Ich bin vom Fest begeistert“, sagte Zugführer Willi Kottenstedde bereits am Samstagabend.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten am Samstag mit dem Seniorennachmittag. Fast 100 Gäste ließen sich den selbst gebackenen Kuchen, Kaffee sowie Schnittchen schmecken und erinnerten sich bei einem Bilderrückblick an viele Momente aus 100 Jahren Feuerwehr. Hauptverantwortlich für die Organisation zeichneten sich Steffi Kottenstedde, Martina Recker und Rita Schössler.

Parallel begaben sich rund 60 Teilnehmer mit dem Rad auf die Spuren des Hoetmarer Feuerwehrwesens. Vom Gerätehaus an der Dechant-Wessing-Straße führte der Weg quer durch die Natur zum Feuerwehrgerätehaus in Freckenhorst. „In den 100 Jahren haben sich die Feuerwehren in Freckenhorst und Hoetmar sehr oft gegenseitig unterstützt“, verriet Josef Recker, der die Tour gemeinsam mit Josef Mertens vorbereitet hatte.

Ein besonderes Anliegen war Recker die Vorstellung der Nachwuchsarbeit. Während neun Hoetmarer in der Freckenhorster Jugendfeuerwehr auf den aktiven Dienst vorbereitet würden, habe man im Golddorf vor drei Jahren eine Kinderfeuerwehr gegründet. Zurzeit seien 33 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren Feuer und Flamme für die Wehr. Über Buddenbaum radelten die Teilnehmer zurück nach Hoetmar, wo viele Zeitungsartikel und Bilder einen Eindruck der Löschzuggeschichte vermittelten.

Teamwork, Geschick und Allgemeinwissen stellten elf Teams bei der Feuerwehr-Olympiade – eine Art Spiel ohne Grenzen – unter Beweis. An den sieben Stationen galt es zum Beispiel einen Patienten zu reanimieren, mit der Kübelspritze möglichst schnell einen Messzylinder mit Wasser zu füllen, mit dem Schlauch zu Kegeln oder mit dem Pedalschneider Wasserbomben von A nach B zu transportieren. „Alle Teams haben sich super geschlagen“, befand Michael Eggelnpöhler. Es gewann der „Strammtisch Links“ um Schützenkönig Stephan Wiggeringloh, vor den Keglern der „Zackigen Vierzehn“ und den Jungs von „Hochspannung“.

Beim Dämmerschoppen am Abend herrschte vor den Bier- und Imbissständen dichtes Gedränge oder wurde zur Musik von Feuerwehrmann und DJ Moritz Harbert getanzt. Einziger Wermutstropfen war, dass es unmittelbar nach dem spektakulären Höhenfeuerwerk in Strömen zu regnen begann und die Gäste in die Fahrzeughalle trieb. Am Sonntag gingen die Feierlichkeiten weiter.

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